Komm, lass! Das hat noch bis morgen Zeit. Dann helfe ich dir! Lana sagte es, als ich mit ein paar halbleeren Gläsern in die Küche verschwand. Und dann, als ich wieder zurückkam, Sei doch nicht so ungemütlich! Sie räkelte sich träge und hob den Kopf von den Schultern eines Mannes. Lass uns ins Bett gehen, quengelte sie und ich wusste nicht so genau, wen sie meinte. Mich, oder den Typen, auf dessen Schoß sie saß und dessen Hand auf ihrer Hüfte lag. Nicht völlig ruhig. Denn ich sah, dass sein Daumen vorsichtig an der Unterseite von Lanas Brüsten entlang strich.
Wer war der Typ überhaupt? Sicher, gesehen hatte ich ihn irgendwie den ganzen Abend über, aber ich kannte ihn nicht. Die meisten anderen hatte ich gekannt.. Das waren Freunde von uns gewesen, Kollegen. Aber den? Den kannte ich nicht. Noch nicht einmal seinen Namen wusste ich.
Wir hatten eine kleine Party gegeben, Lana und ich. Das machten wir schon ab und zu mal. Unsere Wohnung war groß genug. Fünf Zimmer, Altbau. 10, 15, 20 Leute waren es meist, die sich dann bei uns trafen, irgend etwas mitbrachten und dann ging es los. Stundenlang, die halbe Nacht. So wie heute. Nein, eigentlich gestern. Auf jeden Fall hatte das Fest ganz schön lange gedauert. Und von den Vielen, die gekommen waren, warne nun nur n och wir drei übrig. Lana, der Unbekannte und ich.. Zwei Frauen und ein Man. Nicht dass das ein Problem gewesen wäre.
Ich heiße, Patricia, aber alle nennen mich Patsy. Inzwischen habe ich mich daran gewöhnt. Seit etwas mehr als einem Jahr, wohnen Lana und ich jetzt zusammen. Eigentlich kannten wir uns vom Konfirmationsunterricht. So lange, war das schon her. Auch nach diesem Fest, hatten wir uns nicht aus den Augen verloren, wenn wir auch keine besonderen Freundinnen wurden. Man traf sich hier und dort, meist mehr durch Zufall, die Stadt ist nicht so sehr groß. Eine Zeitlang besuchten wir gleichzeitig unterschiedliche Kurse in der Volkshochschule in der Nachbarstadt. Ich glaube da, als wir dann des öfter zusammen mit dem Bus fuhren, kamen wir uns etwas näher. Und wir stellten fest, dass wir uns gut verstanden.
Irgendwann kam aus Witz die Idee auf, wir könnten doch zusammen ziehen. Raus aus der Enge der elterlichen Wohnungen, rein in eine Frauen-WG. Ich weiß nicht, welche Vorstellungen Lana hatte, meine waren damals eher diffus. Nun, wir fanden eine Wohnung und begannen das Abenteuer, Zwei Frauen unter einem Dach!
Lana und ich unterschieden uns in vielen Dingen. Lana, ist klein, zierlich, mit einem Wort, niedlich. Ihre langen Haare haben natürliche Löckchen und ihr Gesicht strahlt grundsätzlich Freude aus. Ich hingegen bin groß, und wirke etwas kantig, unbeholfen. Meine Haare trage ich kurz geschnitten und für Make up brauche ich keine 5 Minuten. Deshalb gehe ich morgens auch als erste ins Bad, denn Lana braucht für ihre Schönheitspflege mindestens eine dreiviertel Stunde.
Lana findet sehr schnell Kontakt zu Menschen, während ich mich schwer tue, neue Bekanntschaften zu machen. Dafür kann ich kochen, während Lana selbst Wasser anbrennen lässt.
Wir hatten und bald eingelebt und die üblichen Querelen in einer WG trafen auf uns nicht zu. Wir putzten beide gemeinsam, kauften auch fast immer gemeinsam ein und waschen und bügeln klappte auch ganz gut. Irgendwann beschlossen wir, unsere Freunde und Bekannte zu einem Fest einzuladen. Auch das klappte hervorragend. Überhaupt, alles war gut.
Wenn zwei Frauen zusammen leben, zumal, wenn sie beide keinen festen Freund haben, bleibt es nicht aus, dass hin und wieder einmal mehr als zwei Personen der Wohnung übernachtet. Nun will ich nicht sagen, dass wir häufig Männerbesuch bekamen, aber hin und wieder war das schon der Fall. Meist ging die andere dann darüber hinweg und verzupfte sich in ihr Zimmer. Man spürt als Frau, wenn man stört..
Und gerade hatte ich so den Eindruck, als würde ich stören. Die Frage war nur, wen. Lana? Den Unbekannten? Oder beide? Lana rappelte sich hoch. Dann kam sie auf mich zu und nahm mich in den Arm. Gute Nacht Süße. Schlaf gut! Und dann zu dem Unbekannten gewandt, kommst du, Martin? Martin also! Ganz gut, wenn ich morgen früh beim Frühstück, den Namen wusste. Martin nickte und kam ebenfalls hoch. Nebeneinander gingen sie aus dem Wohnzimmer und irgendwie hatte ich den Eindruck, als seien sie sich völlig fremd.
Die Tür klappte und Lana und Martin waren verschwunden. In Lanas Zimmer. Schnell ging ich ins Bad, um mich fertig zu machen und verschwand dann in mein Zimmer. Zu müde, um noch etwas zu lesen, löschte ich das Licht. 02 Uhr 11. Zu spät, um wach zu sein.
Lana und Martin sahen das naturgemäß etwas anders. Ich hörte sie lachen und reden, ohne die Worte verstehen zu können. Irgendwann ging noch einmal eine Tür und ich vernahm tapsende Schritte über den Flur. Kurz danach ein leises Plopp und wieder ein Lachen. Halt, nicht so viel, sonst läuft es über! Ich kuschelte mich in meine Decke und versucht meine Ohren zu verschließen. Irgendwann verstummte das Lachen und andere Geräusche drangen an mein Ohr. Lanas Bett, dieses komische Eisengestell, quietschte immer. Die Rhythmik in diesem Geräusch war unverkennbar. Komisch war nur, dass ich Lana nicht hörte. Denn die war eigentlich nicht sonderlich leise, wenn sie... nun, wenn sie Vergnügen hatte. Auch so ein Unterschied zwischen uns.
Ich versuchte, wie immer, diese Geräusche zu ignorieren, wusste aber aus Erfahrung, dass es noch lange dauern würde. Lana war ziemlich ausdauernd. Aufseufzend zog ich meine Decke über den Kopf und versuchte alles aus meinen Gedanken auszuschließen. Doch die Geräusche wurden lauter. Jetzt kam zu dem schneller werdenden Quietschen noch ein Stöhnen hinzu. Ein tiefes, raues, Stöhnen. Ein männliches Stöhnen., das schneller wurde, genau, wie das Quietschen, und dann plötzlich mit einem Aufschrei abbrach. Genau, wie das Quietschen!
Einen Moment lauschte ich, ob es weitergehen würde, doch als sich nichts mehr tat, dachte ich nur, arme Lana! Dass es mir selbst schon oft mit meinen Bekanntschaften so gegangen war, daran dachte ich in diesem Moment nicht. Vielleicht auch, weil ich mir nicht sicher war, ob, wie hieß er doch gleich noch mal? Ach ja Martin, also ob Martin jetzt nicht gerade dabei war, Lana auf andere Art und Weise etwas Gutes zu tun. Irgendwann schlief ich ein.
Als ich wach wurde, war es draußen hell, ich lag auf der Seite, vom Fenster weg gewandt. Und ich hatte meine Hand zwischen meinen Beinen. Nein, ich meine nicht, so irgendwie zwischen den Knien.. Nein, richtig! An meiner Muschi. Zeige- und Mittelfinger lagen außen neben meinen äußeren Schamlippen und pressten sie leicht zusammen. So, dass mein Kitzler zwischen ihnen eingeklemmt war.
Nun, das kommt nicht ganz so häufig vor. Ich meine damit, dass ich mich im Schlaf berühre. Ansonsten natürlich schon. Hey, ich bin eine junge Frau und ich habe Bedürfnisse. Und wenn die auf die normale Art keine Befriedigung finden, dann muss man eben sehen, wo man bleibt. Meist mache ich es vor dem einschlafen. Man liegt gemütlich im Bett, träumt was Schönes vor sich hin und dann... Aber Sie kennen das ja, oder?
Ich musste irgendetwas geträumt habe, dass mich dazu gebracht hatte, meine Schnecke zu berühren. Nur was? Erinnern konnte ich mich nicht. Kurz überlegte ich, ob ich mich streicheln wollte, doch als ich in mich hinein lauschte, spürte ich nichts von einer unbezwingbaren Geilheit. Ich drehte mich auf den Rücken und starrte an die Decke. Die Hand blieb, wo sie war und ich gab dem Gefühl noch eine Chance, sich zu melden. Es hatte wohl keine Lust dazu.
Ich strampelte die Decke von mir, schnappte meinen Morgenmantel und ging ins Bad. Himmlische Stille herrschte in der Wohnung. Als ich angezogen war, räumte ich die Bude auf. Es ging schneller als erwartet. Ich deckte den Tisch für drei Personen und machte mich
Auf den Weg zum Bäcker. Als ich zurück kam, tat sich was in Lanas Zimmer.
Die Türe öffnete sich langsam, und eine verschlafene Lana in Longshirt und Socken kam heraus gekrabbelt. Sie rieb sich den Schlaf aus den Augen. Morgen, dann schlurfte sie in Richtung Bad davon. Lana würde Kaffee brauchen. Irgendwann saßen wir dann am Frühstückstisch. Zu zweit. Wo ist Martin, wagte ich nach einiger Zeit zu fragen. Noch im Bett? Kam es langsam von ihr zurück. Keine Ahnung! Dann bequemte sie sich aber doch, aufzustehen und nachzusehen. Der pennt noch! Sie zuckte mit den Schultern. Ich biss mir auf die Zunge, um nichts zu sagen.
Doch Lana fing von alleine an. Sie zerzupfte ein Croissant und starrte auf ihren Teller. In jeder Lotterie gibt es Gewinne und Nieten .Mal sind es Hauptgewinne, die sind aber dann sehr, sehr selten, mal sind es Trostpreise. Sie sah mich an. Ein Lächeln schlich über ihre Züge. Dann hob sie ihre rechte Hand und zeigte mir mit Daumen und Zeigefinger einen kleinen Abstand an. Ich begriff und lächelte mit. Und außerdem, er kann es nicht. Nichts, absolut nichts! Nada, Nothing!
Wahrscheinlich wären wir in das typische, weibliche Gekicher ausgebrochen, wäre da nicht in diesem Moment Martin auf der Bildfläche erschienen. Mit zerwühltem Haar, nackter Brust und nur angetan mit einer knallgelben Boxershorts. Morgen! Krächzte er und besah sich den Tisch. Ich geh mal ins Bad. Lana nickte. Dann sah ich, dass sie puterrot wurde und sich die Hand vor den Mund hielt. Schnell dreht ich mich um und brach sofort in Lachen aus. Da lief nun Martin, in seinen Boxershorts. Und was stand da hinten drauf? Ich bin der Größte. Du musst nur nach vorne kommen!
Klar dass Lana und ich uns beim Frühstück sehr zusammennehmen mussten. Doch
schließlich ging dieser Vormittag auch vorbei. Martin machte zwar keine Anstalten zu gehen, doch Lana schmiss ihn irgendwann raus. Noch eine Weile standen sie im Flur und redeten miteinander, während ich mich taktvoll mit meinem MP3 Player in mein Zimmer verzog.