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Die Königin der Nacht

Oberpriesterin Iset stand nackt vor dem Spiegel in ihrem Ankleidezimmer und betrachtete sich kritisch.

Was sie sah, erfreute sie einerseits, andererseits wunderte sie sich, sie konnte sich keine wirklichen Reim darauf machen. Sie ging ganz nah an den Siegel und prüfte den Zustand ihrer Haut: Sie hatte doch Einiges an „Lachfältchen“ gehabt, so um die Augen herum, und auch an den Mundwinkeln waren scharfe, wenn auch noch kleine Fältchen entstanden. Und nun schaute sie in den Spiegel, und... die Fältchen am Mund waren weg. Spurlos verschwunden, und die Lachfältchen, von einigen Frauen brutalerweise auch „Krähenfüße“ genannt, waren um die Hälfte zurückgegangen. Ihre Haut sah insgesamt glatter aus. Ihre Brüste, die im Laufe der Jahre an Festigkeit etwas verloren hatten, auch wenn sie noch ganz gut in Form waren, hatten jetzt offenbar wieder an Festigkeit gewonnen und waren straffer. Sie fühlte sich auch frischer, als ob ihr Körper einen Energieschub bekommen hätte.

Sie rief nach Nefer-Neferet : „Schau mich mal genau an, ist dir an mir etwas aufgefallen?“

„Ja,“ sagte Nefer-Neferet, „Ihr seht jünger aus. Wenn das so weitergeht, wird man euch mit eurer Tochter verwechseln.“

Also hatte sie es sich nicht nur eingebildet, sondern es war so. Sie wurde, zumindest körperlich, jünger. Aber warum? Sie hatten nichts eingenommen, keine Hormone oder so etwas. Wen konnte sie fragen?

Sie drehte sich erstmal zu Nefer-Neferet um und gab ihr einen Kuss. „Danke für da Komplimert, Nefer-Neferet, das geht natürlich runter wie Öl. Aber ich wüsste schon ganz gerne warum das so ist.“

„Ihr seid doch die Priesterin, Iset, und habt den direkten Draht zur Göttin. Ich arme kleine Ex-Hure habe von sowas keine Ahnung.“

„Vielleicht hast du recht, Nefer-Neferet. Ich werde auf dich hören und die Göttin befragen. Ich bin im Arbeitszimmer, sorg bitte dafür, dass niemand stört.“

„Ja Herrin!“

Iset setzt sich in ihrem Arbeitszimmer in Meditationshaltung auf den Boden, eine Sitzhaltung, die es ihr ermöglichte in tiefer Entspannung zu sitzen ohne umzufallen. Sie schloss die Augen und aktivierte den Sternenstein. Schnell hatte sie das benötigte Stadium erreicht und konnte ihre Körper verlassen und war in der Zwischenwelt. Ihr Energie-Körper nahm Gebetshaltung ein und sie rief die Göttin an. „Heilige Mutter, nur eine Frage.“

Sekunden später erschien der weiß-bläuliche Dunst, der sich in einem Wirbel verdichtete und ihre eigenen Gesichtszüge trug. „Was bedrückt dich, meine Tochter?“ fühle Iset mehr als dass sie es hörte.

„Ich habe im Spiegel gesehen, dass meine Alterserscheinungen schwinden, ich scheine jünger zu werden, warum ist das so? Hört dieser Prozess irgendwann auf? Hat es etwas mit der Zeit zu tun und was hat das für uns für Konsequenzen?“

Die leuchtende Iset lachte. „Das ist aber mehr als eine Frage, mein Kind. Ich werde sie aber beantworten. Nein, es hat nichts direkt mit der Zeit zu tun, sondern es ist eine Nebenwirkung des heiligen Sternensteins, den du trägst. Er aktiviert deine Zellschwingungen und Selbstregenerationskräfte so, dass die Alterserscheinungen zurückgedrängt werden. Du wirst aber nicht an Jahren jünger dadurch, wenn auch deine Lebensspanne sich verlängert, solange du keinem Unfall zum Opfer fällst. Solange du den Stein trägst, werden dessen Heilkräfte dich aber vor allen Krankheiten bewahren und du kannst selbst auch damit andere heilen. Du musst es also nicht eilig haben, dich mit uns zu vereinigen im Haus der Ewigkeit. Für uns spielt die Zeit ohnehin keine Rolle. Geliebtes Kind, genieße dein Leben, ich gönne es dir. Iset bekam zum Abschied einen Kuß auf die Stirn, es prickelte und durchrann ihren ganzen Körper. Die Erscheinung verblasste und löste sich wieder zu Nebel auf und Iset kehrte in ihren Realkörper zurück.

Als sie die Augen aufschlug, meinte sie den Kuss der Göttin noch zu spüren, sie war fassungslos vor Glück. Die Begegnung mit der Göttin war – wie sollte sie es beschreiben – ein ungalubliches Gefühl der Geborgenheit, des Geliebt-werdens, so wie ein Kind sich fühlen muss, wenn es bei der Mutter geborgen ist.

Iset richtete sich wieder auf. Noch vor ein paar Wochen hatte sie Schwierigkeiten gehabt, aus dieser, dem Schneidersitz ähnlichen Haltung wieder in die Senkrechte zu kommen, jetzt war es ganz einfach. Gelenkiger war sie also auch geworden. Und eins bemerkte sie auch noch: Ihre Lust auf Sex hatte zugenommen. War sich in den letzten Wochen in der Scheide schon manchmal so trocken, dass es scheuerte und juckte, bekam sie jetzt bei dem Gedanken an Sex sofort ein feuchtes Gefühl dort unten, als ob ein Wasserhahn aufgedreht wurde.

Jetzt einen Mann! Das war es, was sie gerne hätte. Aber woher nehmen? Sie war in ihrer Funktion als Oberpriesterin so heilig, dass kein Mann ihres Volkes es wagte, sie auch nur anzusprechen, wenn es nicht sozusagen von Amts wegen nötig war, und dann auch immer mit dem nötigen Respekt und unter Berücksichtigung des Protokolls. Vielleicht war das auch einer der Gründe gewesen, weshalb sie so bereitwillig auf Sinwe hereingefallen war: Er hatte sich nicht an dieses Protokoll gehalten, sondern sie einfach als Frau behandelt. Ja, ein Mann, der sie einfach als Frau behandelte. Das gab es hier nicht. Das war der Fluch ihrer gesellschaftlichen Stellung. Sie stand an der Spitze, und das macht einsam. Sie überlegte, wie sie es anstellen könnte an einen Mann zu kommen.

Sie müsste sich inkognito irgendwo hinbegeben, wo es Männer gab und sich einen aussuchen. Oder war sie schon so geil, dass es ihr egal war und sie irgendeinen nehmen würde? Die Frage stellte sie sich, denn wenn das so wäre, dann... dann könnte sie ja einfach ins graue Haus gehen und sich maskiert unter die Mädchen mischen. War sie dazu bereit? Ihr Verstand sagte nein, ihr Unterleib ja.

Noch hatte der Verstand die Oberhand. Sie würde sich ein wenig ablenken und einen Nachtspaziergang machen. Ein paar Vorbereitungen waren natürlich nötig, sie wollte nicht erkannt werden. Zuerst also ein blonde Perücke, die ihr schwarzes Haar völlig verschwinden ließ.

Dann schminkte sie sich so, dass ihre Gesichtszüge etwas verfremdet wurden, Sie kontrollierte sich kritisch im Spiegel und war mit dem Ergebnis zufrieden. Sie öffnete ihren Kleiderschrank und zögerte: Dann wählte sie ein fast durchsichtiges Sommerkleid. Darüber würde sie einen Umhang tragen. Der zeremonielle Nachtumhang mit den Leuchtsternen kam nicht in Frage, aber sie hatte doch fast den gleichen, ohne Beleuchtung, der wie der Vorhang im Tempel alles Licht einfach absorbierte. Ihren Ankh mit dem Sternenstein würde sie selbstverständlich mitnehmen, obwohl er sie eventuell durch sein Leuchten verraten könnte. Sie würde ihn unter dem Umhang verstecken, dann hatte sie ja noch den schwarzen Schleier, aus dem gleichen lichtabsorbierenden Material wie der Umhang, nur dünner, durch den konnte man von drinnen nach draußen schauen, aber er würde ihre Gesicht perfekt verstecken. Das war es. In der Dunkelheit würde sie fast unsichtbar sein. Einen kleinen Grundstock an magischen Utensilien steckte sie noch in die Tasche des Umhangs. „Für alle Fälle“ Sie verabschiedete sich von Nefer-Neferet, die etwas verwundert dreinblickte bezüglich dieser Verkleidung. Iset sagte ihr nur: „Ich möchte nicht erkannt werden.“ Dann ging sie los.

Eigentlich hatte sie kein Ziel, aber ihre Schritte führten sie, wie von selbst, in Richtung Flusshafen. Dort war der einzige Ort, wo um diese Tageszeit das Leben pulsierte. Die Region der Bars war in rötliches Licht getaucht und Musik drang auf die Gasse. Sie nahm ihren Schleier ab und steckte ihn in die Tasche. Hier, wo es beleuchtet war, würde eine komplett schwarze Gestalt nur für Aufsehen sorgen. Den Umhang öffnete sie einen Spalt.

Die Musik zog sie wie magisch an. Sie öffnete die Tür und kam in einen großen Raum mit einer Bühne auf der Musik gespielt wurde, in der Mitte des Raumes war eine Tanzfläche, auf der gerade zwei vollkommen nackte Mädchen akrobatische Tänze vorführten, drumherum waren die Tische, die überwiegend mit Männern besetzt waren, die gebannt auf die Tanzenden blickten. An der Seite war eine Theke mit Barhockern davor.

Von ihr hatte bei ihrem Eintreten noch niemand Notiz genommen, und so setzte sie sich einfach auf einen freien Barhocker, bestellte sich ein Glas Bier, drehte sich mit dem Rücken zur Bar und schaute sich auch die Tanzvorführung an.

Die Mädchen waren wirklich gut, extrem gelenkig vollführten sie genau im Takt der Musik einen hocherotischen Tanz ohne sich dabei wirklich erotisch zu berühren. Es war eher ein symbolisches Verlocken und Einladen, dann ein Anwenden und Abweisen im Wechsel. Iset genoss den Anblick, es macht wirklich Spaß, den Beiden zuzuschauen. Als der Tanz beendet war, brandete Beifall auf, Iset schloss sich dem an, die Mädchen hatten ihn sich auch verdient.

In der Folge wurde leise unterhaltende Tanzmusik gespielt, aber die Tanzfläche blieb leer. Iset drehte sich wieder zur Bar um und nahm ihr Bier in Empfang. Sie wurde von der Seite angesprochen: „Ich darf doch?“ Sie blickte sich um. Neben ihr zog sich ein junger, sportlich aussehender Mann den Barhocker zurecht und kletterte darauf.

Iset grinste ihn an: „Und wenn ich nun nein gesagt hätte?“

„Das hätte ich aber sehr bedauert.“

„Warum? Hier sind doch noch reichlich Plätze vorhanden.“

„Aber keiner neben einer so schönen Frau, die darüberhinaus offenbar auch noch ohne Begleitung hier ist.“

„Eins zu null für Sie, und vielen Dank für das Kompliment, von wegen 'schöne Frau'.“

„Das war kein Kompliment. Das war nur eine schlichte Beschreibung der Tatsachen.“

„Nun schmeicheln Sie aber.“

„Tue ich nicht. Ich habe doch Augen im Kopf und Frauen habe ich wirklich schon viele gesehen, aber selten so eine geheimnisvolle Schönheit wie sie. Ich bin übrigens der Anchhaf. Darf ich fragen, wer ihr seid?“

„Ja.“

„Ist das Ihr Name?“

„Nein, ich habe nur geantwortet, dass Sie fragen dürfen. Damit ist nicht automatisch verknüpft, dass ich die Frage auch antworten muss, oder?“ Iset lächelte ihn herausfordernd an.

Er lachte leise auf. „Der Punkt geht an Sie. Wer sind sie denn nun?“

„Ich bin die Königin der Nacht“

Anchhaf machte einen etwas ratloses Gesicht. Er überlegte krampfhaft, wie er die Frau aus der Reserve locken könnte. Dann sagte er: „Und was muss ich tun, um Eure Gunst zu erringen.“

„Ich werde es mir überlegen. Einstweilen dürfen sie mit mir sprechen, aber sehen sie zu, dass sie mich nicht langweilen. Ich mag Gespräche mit Witz und Geist, keinen Smalltalk.“

„Seid ihr öfter hier? Ich habe Euch noch nie gesehen.“

„Daraus schließe ich, dass Sie offenbar regelmäßig hier verkehren.“

„Ja, das stimmt, ich bin so alle zwei Wochen mal hier und dann schaue ich herein, weil in diesem Lokal die beste Unterhaltung geboten wird.“

„Heißt das: die schönsten nackten Mädchen?“

„Erwischt. Unter anderem – zugegeben hauptsächlich – ja. Aber auch die Musik ist hier besser als in den anderen Bars. Und ich will mich nur unterhalten, wenn ich nur eine Frau suchen würde für Sex, könnte ich ja auch in das Graue Haus gehen. Aber Ihr habt meine Frage nicht beantwortet, sondern ganz geschickt mit einer Gegenfrage abgelenkt: Seid Ihr öfter hier?“

„Eine Gegenfrage ist doch nichts verwerfliches oder?“

„Und schon wieder ne Gegenfrage ohne Antwort.“

Iset lachte: „Sie sind aber ganz schön hartnäckig. Nein, ich war vorher noch nie hier.“

„Na, geht doch. Und – gefällt es Euch? “

„Bis jetzt ja. Die beiden Mädels waren richtig gut. Ich frage mich nur, warum niemand tanzt.“

„Ganz einfach. Weil keiner den Anfang macht, und es sind obendrein recht wenig Frauen da, und Männer tanzen praktisch niemals alleine. Aber wenn Ihr tanzen möchtet: Ich stehe gern zur Verfügung.“ Er stand auf und machte eine leichte, zackige Verbeugung vor ihr und legte sich kurz die rechte Hand auf die Herzgegend.

Iset überlegte eine Sekunde: „Ja, ich möchte wohl, aber noch nicht sofort. Ich muss schließlich wissen, mit wem ich es zu tun habe. Sie schaute Anchhaf tief in die Augen und setzte ihren magischen Blick ein. Was sie sah, gefiel ihr. Ein offener, ehrlicher Charakter, geschäftstüchtig und auf eigenen Vorteil bedacht, aber immer fair und ohne Heimtücke.

Als sie ihren Blick von seinem Augen trennte schüttelte er sich kurz: „Mir ist eben ein wenig schwindlig geworden, ich werd mir eben einen Kaffee bestellen, vielleicht war es schon ein Bier zu viel.“

„Ich hab was besseres“ antwortete Iset und sie legte ihm die Hand auf die Wange und ließ die Finger in Richtung seines Hinterkopfs gleiten.

„Das ist wirklich besser,“ antwortete er, „bitte nicht aufhören.“

Iset kraulte einen Moment seinen Hinterkopf, dann zog sie ihre Hand aber wieder fort. „Geht es jetzt besser?“ fragte sie.

„Ja, unbedingt,“ antwortete Anchhaf, „Ihr habt einen Griff, der könnte Steine zum Schmelzen bringen.“

„So heiß doch nun wohl auch wieder nicht“ lachte Iset.

„Doch. Mein Herz ist schon geschmolzen.“

Die Musik spielte jetzt einen sehr rhythmusbetonten Tanz.

„Darf ich Euer nächtliche Majestät zu einem Tanz auffordern?“ fragte er.

Iset lächelte ihn huldvoll an und nickte mit dem Kopf, Sie streckte ihm eine Hand hin, er ergriff diese und Iset kletterte von ihrem Barhocker.

Galant nahm er sie beim Arm und sie ließ sich bereitwillig führen. Anchhaf war ein hervorragender Tänzer, aber sie stand ihm in nichts nach. Wie eine Feder lag sie in seinem Arm und sie ließ sich ganz vom Rhythmus des Tanzes gefangen nehmen. Sie registrierte kaum, dass er sie gelegentlich fester in den Arm nahm und an sich drückte, sie genoss die Berührungen und die geschmeidigen Bewegungen. Sie wirbelte mal über die Tanzflächen, in den langsameren Passagen tanzten sie engumschlungen. Als die Musik verklang, brandete Beifall auf.

Anchhaf verbeugte sich vor ihr und sagte: „Danke für diesen Tanz. Ihr seid eine wunderbare Tänzerin, ich werde diesen Tanz in bleibender Erinnerung behalten, Frau Königin der Nacht.“

„Der Dank ist ganz meinerseits,“ sagte Iset und lächelte ihn an. Es gibt wenig Tänzer von Ihrer Qualität, es war mir ein Vergnügen. Und um auf Ihre Frage von vorhin zurückzukommen: Meine Gunst haben Sie damit errungen. Aber wenn wir weitertanzen, dann lege ich besser meinen Umhang ab. Dort hinten ist ein Tisch frei, dort könnten wir uns nachher hinsetzen, und ich lege den Umhang schon mal da über den Stuhl.“

Er begleitete sie und nahm ihr höflich den Umhang von den Schultern, schaute sich den Stoff dabei mit Verwunderung an: „So ein Schwarz habe ich noch nie gesehen“

„Es ist Nachtschwarz. Mein Nachtumhang, schließlich bin ich die Königin der Nacht.“

Iset lächelte ihn an und jetzt erst fiel ihm auf, was sie für eine Kleidung jetzt trug. Seine Hose fing an, sich auszubeulen und er schluckte. Dann hatte er sich wieder gefangen und sagte: „Ihr habt recht. Einen so wunderschönen Körper sollte man nicht unter einem schwarzen Umhang verstecken.“

Diesmal wurde ein langsamer Tanz gespielt, Fest aneinandergedrückt tanzten Isis und Anchhaf, Er fühlte ihre Festen Brüste gegen seinen Körper drücken und sie spürte wie sich seine Männlichkeit an ihrem Oberschenkel rieb. Es war Iset nicht unangenehm, im Gegenteil.

Nach dem Tanz brachte er sie an den Tisch und holte ihre Biergläser von der Bar ab.

„Ich bin von Natur aus neugierig“ begann er das Gespräch wieder, „Irgendwie passt ihr nicht in dieses Milieu, was hat euch hierher geführt? So verratet mir wenigstens das, wenn ihr mir Euren Namen schon nicht verraten wollt.“

„Namen habe ich viele. Manche nennen mich auch „Mutter der Wahrheit“ weil ich niemals lüge. Und weil ich nicht lügen will, muss ich eben gelegentlich schweigen. Aber um auf deine Frage, was mich hierher führt, zurückzukommen: die Einsamkeit.“ Wie von selbst war sie vom „Sie“ ins „Du“ gefallen. „Du hast recht, ich mag nicht in dieses Milieu passen, aber ich arbeite für den Tempel und dort sind ausschließlich Frauen beschäftigt, wenn ich mal einen Mann sehen will, muss ich mich in meiner knappen Freizeit davonstehlen und mich umschauen, und hier ist ein Ort, an dem Männer die Überzahl bilden. - Aber ich kann die Frage zurückgeben, du bist ein Mann, der auch nicht voll hier herein passt. Die Männer hier,“ sie machte eine ausholende Geste mit dem Arm „die sabbernd den Mädchen auf den Schritt schauen, die sehen durchweg anders aus. Du bist ein geistreicher Gesprächspartner, zielstrebig, anscheinend gebildet, was treibt dich regelmäßig an solchen Ort? Hast du keine Frau zuhause, den Feierabend gemeinsam zu verbringen?“

Anchhaf zögerte, bevor er antwortete: „Nein, ich hatte bisher keine Gelegenheit, eine Familie zu gründen. Ich bin Kaufmann, viel unterwegs, ein richtiges Zuhause habe ich nicht, schlafe mal in dieser, mal in jener Herberge. Und weil ich auch nicht gerne einsam bin, suche ich gelegentlich Orte der Unterhaltung, wie diesen, in dieser Gegend ist diese Bar eindeutig die beste.“

Anchhaf schwieg einen Moment, dann fragte er: „Und ihr, dürft ihr denn so einfach an einen solchen Ort kommen? Ich habe gehört, bei den Tempeldienerinnen gibt es strenge Vorschriften“

Iset lächelte: „Ich lasse mir keine Vorschriften machen, ich tue immer das, was ich für richtig halte. Und jetzt wollte -, nein, musste ich einfach mal raus. Es ist schön, dass das Glück mich zu einem Mann wie dir geführt hat oder vielleicht sollte ich besser umgekehrt sagen, dass das Glück einen Mann wie dich zu mir geführt hat, denn du warst es ja, der mich angesprochen hat“

Anchhaf grinste: „Ich gebe zu, dass meine Methode etwas dreist war, aber immerhin erfolgreich.“

Die Musik hatte wieder eingesetzt und ein wunderhübsches Mädchen allein führte einen Tanz vor, bei dem sie nach und nach ein Kleidungsstück nach dem anderen auszog und ins Publikum warf. Die Männer prügelten sich fast darum. Ganz zum Schluss, als sie ihren letzten Fetzen, einen winzigen Stringtanga, ausgezogen und ins Publikum geworfen hatte, verneigte sie sich in einer Art Hofknicks und verschwand hinter der Bühne.

Iset und Anchhaf hatten sich diese Vorführung interessiert angesehen und zustimmend kommentiert: „Ein wirklich hübsches Mädel:“ Am Ende stimmten sie in den Applaus mit ein.

Anchhaf fragte: „Nun, Majestät, oder wie darf ich dich nennen? - Hast du noch irgendwelche Pläne oder kann ich dir sonst noch irgendwie zu Diensten sein?“

„Wenn du mich so fragst, fällt mir schon was ein: Du darfst mich nach Hause begleiten. Dann kannst du den Dienstboteneingang des Tempels kennenlernen, es sei denn, du hättest noch etwas besseres vor...“

„Oh, ich kann mir nichts besseres vorstellen, als mit dir nach Hause zu gehen. Meine Geschäfte verlangen meine Gegenwart erst morgen gegen Mittag, ich habe also reichlich Freizeit, die stelle ich gern in deine Dienste. Darf ich Eure Zeche hier übernehmen?“

„Danke. Ich habe es zwar nicht nötig, mich aushalten zu lassen, aber ich nehme es als Geste deiner Wertschätzung gerne an.“

Anchhaf winkte einer Kellnerin und bezahlte, dann hob er den schwarzen Umhang auf und legte ihn Iset um die Schultern und reichte ihr den Arm damit sie sich einhaken sollte. Iset aber griff nach seiner Hand und so gingen sie Hand in Hand nach draußen, wo der Mond inzwischen aufgegangen war und die Szenerie in sein bleiches Licht tauchte.

„Eine Frau sollte um diese Stunde auch besser nicht alleine unterwegs sein,“ sagte er, „Es treiben sich doch so mancherlei zwielichtige Gestalten herum, nicht immer mit lauteren Absichten.“

Iset lachte leise: „Wie lauter sind deine Absichten denn?“ fragte sie.

Mit leichter Empörung im Unterton antwortete Anchhaf: „Ich muss doch sehr bitten. Ich denke nur an dich und deine Sicherheit.“

Iset lachte nochmals, griff mit beiden Händen nach seinem Kopf und drückte ihm einen festen Kuss auf den Mund: „Danke“ sagte sie.

Anchhaf war von dieser Attacke überrascht worden und blieb stehen. „Könntest du das bitte wiederholen? Vielleicht etwas langsamer, damit ich es auch verstehe?“

„Gerne.“ Iset ergriff wieder seinen Kopf und küsste ihn, diesmal öffnete sie den Mund und ließ ihre Zunge auf Suche gehen, er öffnete bereitwillig seinerseits die Zähne und ihre Zungen umspielten einander. Gleichzeitig kraulte sie mit der Hand seinen Hinterkopf und er schlang die Arme um sie und drückte sie fest an sich. Als sie sich nach einigen Minuten wieder voneinander trennten, fragte Iset schelmisch: „War es langsam genug? Hast du alles verstanden?“

„Langsam genug ja. Verstanden hab ich es noch nicht ganz, vielleicht brauch ich noch Nachhilfe.“

„Gut dann sag ich es dir im Klartext du Kerl: Ich mag dich, ich will dich. Ich wünsche mir im Moment nichts lieber, als mit dir Sex zu haben. Wenn wir zu mir kommen, frag nicht nach Kaffee oder Briefmarkensammlung, ich will keinen Vorwand, ich will mit dir einfach nur guten Sex, und wehe dir, du enttäuscht mich..“

Anchhaf war sprachlos. So eine Ansprache hatte er von einer Frau noch nie gehört, das passte irgendwie nicht ganz in sein Weltbild. Als er sich wieder gefangen hatte, sagte er. „wow, du bist aber ganz schön direkt!“

„Ja. Wozu lange um den Brei herumreden. Ich spüre, dass ich dir auch nicht gleichgültig bin. Du darfst gerne schon mal etwas vorfühlen, was dich erwartet.“

Damit drängte sie sich an ihn heran, so dass sich ihre festen Brüste mit ihren mittlerweile aufgerichteten Nippeln gegen seinen Oberkörper drückten. Seine Gefühle tanzten Samba.

„Fass mich an“ flüstert sie ihm ins Ohr „Ich bin nicht zerbrechlich.“

Eine solche Einladung konnte er nicht ausschlagen. Anchhaf griff an ihren Po und fühlte die strammen knackigen Hinterbacken, ließ die Hände nach oben gleiten und fühlte durch ihr zartes, luftiges „fast Nichts“ von Kleid, ihre festen Brüste, die perfekt schienen, von seiner Hand geknetet zu werden. Kein BH, den hatte sie auch nicht nötig. Er strich mit dem Daumen über ihre Brustwarzen, was sie mit einem wohligen Aufstöhnen quittierte. Wieder glitten seine Hände nach unten, dort wo das Kleid zu Ende war, und strichen an ihrem Oberschenkel wieder nach oben bis zu ihrem Po. Jetzt erst registrierte er, dass sie gar keine Unterwäsche trug und tastete mit dem Finger nach ihre Spalte. Feucht war es da, nein nicht feucht, nass.“

„Hier nicht...“ flüsterte sie ihm ins Ohr, wenn du jetzt weitermachst, muss ich dich gleich hier vernaschen. Lass uns bitte drinnen weitermachen.“

Sie hatten es plötzlich sehr eilig, weiterzukommen.

Schon war der wuchtige Bau der Tempelanlage schwarz gegen den mondhellen Nachthimmel zu sehen. Iset öffnete an der Seite eine kleine Pforte und schob Anchhaf hinein, folgte ihm und schloss wieder ab. Sie durchwanderten etliche schmale Gänge, Iset zog Anchhaf an der Hand hinter sich her. Schließlich gelangten sie in ihren Wohnbereich. Nefer-Neferet kam ihr entgegen. Iset legte nur stumm den Finger auf ihren Mund. Nefer Neferet hatte verstanden und zog sich zurück. Dann hatten sie ihr Schlafzimmer erreicht. Iset zog Anchhaf hinein und schloss die Tür hinter ihnen. Sie fiel Anchhaf um den Hals und küsste ihn erstmal, dann griff sie nach seinem Gürtel und fing an, ihn auszuziehen. Er wiederum nahm Iset den Umhang von den Schultern und streifte die Träger des Kleides ab, so dass das ganze Kleid nach unten rutschte. Iset half etwas nach, mit einem Fußschlenkern beförderte sie es in eine Zimmerecke und stand splitternackt vor ihm. Nun nahm sie die Perücke ab und stand wirklich mit ihrem eigenen Aussehen vor ihm. Er wunderte sich zwar über die Perücke, aber auch mit ihrem echten Haar erkannte er Iset nicht. Sie knöpfte mit fliegenden Fingern sein Hemd auf und riss es herunter, wobei wiederum er mithalf. Sobald beide sich endlich sämtlicher Kleidungsstücke entledigt hatten fielen sie wieder übereinander her, umarmten sich, küssten sich, erkundeten mit den Händen den Körper des anderen.

Iset keuchte: „Komm, lass uns duschen!“ und er stimmte zu. Anchhaf staunte über die luxoriöse Dusche, was Iset zu dem knappen Kommentar verleitete: „Wir legen sehr viel Wert auf Hygiene“

Sie erläuterte ihm die bei ihr üblichen Duschregeln: Jeder reinigt den anderen, keiner legt Hand an sich selbst. Anchhaf hörte das mit Begeisterung und war sofort dabei, Iset einzuschäumen, dann überließ er Iset den Schwamm und sie schäumte ihn nicht minder sorgfältig ein, Nun verteilten sie den Schaum unter Einsatz ihrer ganzen Körper, mit anderen Worten, es gab wieder einmal eine wunderbar glitschige Knutscherei, in dessen Verlauf Anchhafs hoch aufgerichtete Stange wie unbeabsichtigt in Isets Spalte glitschte. Sie genoss es zwar, aber sorgte dafür, dass er sofort auch wieder herausglitschte, schließlich wollte sie ja keinen Stehfick unter der Dusche.

Sie spülten sich gegenseitig den Schaum vom Körper und trockneten sich ab, dann schob Iset Anchhaf zielgerichtet in Richtung Bett.

Im Liegen schmusten sie weiter, streichelten sich gegenseitig. Anchhaf wusste wirklich worauf es ihr ankam, streichelte mal zärtlicher, mal intensiver, bezog ihre erogenen Zonen vorsichtig mit ein. Iset ließ sich einfach fallen und genoss. Anchhaf flüsterte ihr ins Ohr: „Bitte, nur eine rein technische Frage: wie hältst du es mit Kondomen und Verhütung?“

Iset horchte auf. Diese Frage zeugte von Verantwortungsgefühl, auch wenn sie bei ihr überflüssig war. Sie antwortete entsprechend: „Ich danke dir für diese Frage, sie beweist, dass ich mich nicht in dir getäuscht habe. Aber mach dir keine Sorgen, alles ist sicher. Ich bekomme nur dann ein Kind, wenn ich es will und vor Krankheiten bin ich geschützt. Du kannst mir vertrauen. Komm zu mir, ich will dich in mir spüren.“

Anchhaf drückte ihre Beine etwas auseinander und kniete sich dazwischen, ließ seinen Oberkörper vornüber sinken und praktizierte seine Stange zwischen ihre Lippchen, Dann ließ er seinen Körper vorsichtig sinken und bewegte dazu ganz wenig sein Becken, so dass er ganz langsam in sie eindrang. Er machte damit so lange weiter, bis er ganz auf ihr lag und vollkommen in sie eingedrungen war, dann begann er mit vorsichtigen Stößen seines Beckens. Iset drücke ihr Becken seinen Stößen entgegen, die von langsam angefangen, immer schneller und härter wurden, dann spürte sie, wie sich sein Unterkörper zusammenzog und mit einem Aufstöhnen ergoss er sich in sie. Erschöpft blieb er auf ihr liegen und Iset setzte ihre Scheidenmuskulatur ein, um auch die letzten tropfen aus ihm herauszuholen. Iset war nicht unzufrieden aber sie war noch nicht gekommen.

Als sein Schwanz die Spannung verlor, rutschte er aus ihr heraus und sie wälzte Anchhaf von ihr herunter an ihre Seite. Sie hatte es ja nicht eilig. Wenn er sich jetzt umdrehte und einschlief, wäre sie allerdings sauer geworden.

Anchhaf hatte aber offenbar ein Gespür dafür, was von ihm erwartet wurde und streichelte Iset, machte mit den Fingern da weiter, wo sein Schwanz nicht mehr weitermachen konnte und streichelte ihre Muschi, die Lippchen auf und ab, umkreiste die Clit, nahm dann die Clit zwischen die Fingerspitzen und knuddelte ein wenig. Dann rutschte er mit dem ganzen Körper einen Meter abwärts und setzte die Liebkosungen mit der Zunge fort. Iset wollte vor Lust und Geilheit fast vergehen Sie drückte ihr Becken seinem saugenden Mund entgegen, fing an hektischer zu atmen, ein Schauer durchrann ihren Körper. Dann war es soweit, sie sah nur noch Lichtblitze, ihr Unterkörper wand sich in unkontrollierten Konvulsionen und Zuckungen, sie schrie ihre Lust aus sich heraus, ihre Säfte spritzten so, dass ihr Bett zwischen den Beinen richtig nass wurde. Sie presste unwillkürlich die Beine zusammen, so dass Anchhafs Kopf dazwischen eingeklemmt wurde und ihm buchstäblich Hören und Sehen verging. Dann war es vor bei und sie entspannte sich, lag jetzt erschöpft mit einem seligen Lächeln auf den Lippen in ihrem Bett. Anchhaf krabbelte wieder nach oben, neben sie, nahm sie ganz zärtlich in den Arm und küsste sie.

„Danke“ hauchte Iset, „das war sehr schön. Du weißt nicht, wie ich das vermisst habe. Einfach nur Frau sein und sich begehrt zu fühlen.“

„Ich habe es gerne getan, meine Königin der Nacht. Ich glaube, ich bin dir verfallen, mit Haut und Haar. Du kannst von mir verlangen was du willst, ich möchte dir jeden Wunsch erfüllen“

Iset lächelte ihn an: „Danke, du bist wirklich lieb. Was ich mir wünsche, ist mit dir zusammen zu kuscheln, gemeinsam einzuschlafen und aufzuwachen. Lass uns gemeinsam frühstücken, bevor dich deine Geschäfte wieder rufen.“

„Und was ist, wenn man uns hier erwischt? Ich dürfte doch sicherlich gar nicht hier sein! Du, als Tempeldienerin und ein Mann bei dir, das darf doch nicht sein, oder?“

„Mach dir keine Sorgen, ich bin doch die Königin der Nacht, und eine Königin hat Privilegien. Ich garantiere für deine Sicherheit.“

Anchhaf wunderte sich, aber sagte nichts dazu. Schön war es, mit dieser Königin zu schlafen, aber was bedeutete dieser merkwürdige Titel? Er hatte es für einen Gag gehalten, damit sie ihm ihren Namen nicht verraten müsste, und um ihrer Sicherheit willen wäre er bereit gewesen, auch sofort spurlos zu verschwinden. Sie wollte ihn offenbar aber hierbehalten und er wüsste nicht, was er lieber täte.

Er ärgerte sich ein wenig über sich selbst, dass er so schnell gekommen war, bevor seine „Königin“ ihren Orgasmus gehabt hatte. Das lag daran, dass er so lange keine Frau gehabt hatte und dementsprechend unter Spannung stand. Jetzt regenerierte er langsam und seine Männlichkeit zeigte langsam wieder Leben. Er streichelte Iset, kraulte ihr den Kopf und küsste sie. „Ich bleibe gern. Wenn ich darf, würde ich dich gern noch etwas weiter verwöhnen.“

„Ja, Anchhaf, Heute Nacht bin ich dein.“

Sie schliefen noch einmal miteinander und diesmal kamen sie gleichzeitig, waren danach aber so erschöpft, dass sie anschließend sofort einschliefen.

Als Iset aufwachte, dämmerte der Morgen.. Der nasse Fleck in ihrem Bett war kalt geworden und hatte sie geweckt, als sie beim Umdrehen darauf zu liegen kam. Leise stand sie auf, um Anchhaf nicht zu wecken und holte ein Handtuch, das sie darüberlegte, dann legte sie sich wieder hin und schaute Anchhaf ins Gesicht, der friedlich wie ein Baby schlummerte. Ein süßer Typ, befand sie. Er mochte wohl Anfang bis Mitte dreißig sein, also gut fünfzehn Jahre jünger als sie, aber wie sie seit gestern wusste, ihr biologisches Alter konnte auf etwas die gleiche Größenordnung geschätzt werden, dank der Kraft des Sternensteins, sie passten also perfekt zusammen. Sie konnte nicht anders, sie musste ihn einfach streicheln, so süß wie er da lag. Ganz vorsichtig strich sie über seine Stirn und durch die Haare. Anchhaf schlug die Augen auf und lächelte sie an. Sie beugte sich über ihn und küsste ihn, leicht wie ein Hauch berührten ihre Lippen die seinen.

„Ich glaubte zu träumen,“ sagte er. „So lieb bin ich noch nie aufgeweckt worden, vielleicht außer von meiner Mutter, als ich klein war.“

Nun fielen sie sich wieder in die Arme und küssten sich wild und leidenschaftlich, Iset schwang sich über ihn und pfählte sich selbst auf seinem hochaufgerichteten Glied, ritt einen wilden Ritt der Liebe, um dann mit einem kleinen quiekenden Aufschrei zu kommen. Sie lag dabei auf im und die unwillkürlichen Konvulsionen ihrer Scheide sorgten dafür, dass auch Anchhaf in diesem Moment kam. Sie küsste ihn noch einmal und ließ sich dann neben ihn gleiten, kuschelte sich in seine Achsel.

Eine ganze Zeit lagen sie so, glücklich und wortlos, nebeneinander, bis Iset sagte: „Lass uns aufstehen, ich hatte dir noch ein Frühstück versprochen. Komm mit mir duschen, dann gehen wir frühstücken.

Sie duschten ausgiebig zusammen, ihm gefiel diese Art von Körperhygiene mehr, als alles, was er bisher in dieser Richtung kennengelernt hatte und er genoss es. Doch irgendwann muss es genug sein, entschied Iset und stellte das Wasser ab. Sie trockneten sich gegenseitig ab und Anchhaf zog seine Kleidung an, mit der er gekommen war. Iset hingegen wählte ein schlichtes, rotes Trägerkleid.

Als sie zu zweit in die Küche kamen, fielen Anchhaf fast die Augen aus dem Kopf. Hier wuselten braunhäutige, nackte Schönheiten herum und deckten das Frühstück auf. Als sie Iset gewahr wurden, fielen sie auf die Knie und begrüßten sie mit erhobenen Händen, wie man eine Königin begrüßt. „Guten Morgen, Herrin!“ erscholl es mehrstimmig.

Anchhaf schaut sie verständnislos an: „Wer bist du wirklich?“ fragte er.

„Wie ich schon sagte,“ antwortete Iset. „Ich habe viele Namen. Einer davon ist Königin der Nacht, auch Herrin des Mondes, ein anderer Mutter der Wahrheit, die meisten kennen mich aber als Iset.“

„Und ich habe dich für eine einfache Tempeldienerin gehalten.“

„Einfach habe ich nie gesagt. Ich bin Tempeldienerin, aber die oberste. Und deswegen bestimme ich meine Regeln selbst. Und du wirst zugeben, wenn ich dir das gleich gesagt hätte, hättest du dich mir niemals so unbefangen gegenüber geben können. Das ist mein Fluch: An der Spitze zu stehen macht verdammt einsam, und das hatte ich gestern mal wieder satt. Ich danke dir, dass du so lieb zu mir warst.“

Sie frühstückten ausgiebig zusammen und dann kam der Moment des Abschieds.

Iset küsste Anchhaf noch einmal inbrünstig, und flüsterte ihm ins Ohr: „Wenn du wieder hier bist, melde dich. Ich werde immer irgendwie Zeit für dich freimachen können. So wie ich in deinem, hast auch du einen Platz in meinem Herzen. Nun geh mit dem Segen der Göttin.

Der Kuss, den er nach diesen Worten auf die Stirn bekam, prickelte merkwürdig und es war wie ein warmer Schauer, der anschließend durch seine Adern rieselte.

Iset schaute ihm nach, bis er außer Sicht war. Anchhaf fühlte sich wie betrunken vor Glück, als er davon ging. Er freute sich auf seine Arbeit, aber mehr noch freute er sich, dass er in zwei kurzen Wochen wieder hier sein konnte. Und, das wusste er, Iset brach niemals ein Versprechen.

Fortsetzung geplant, kann aber aus Zeitmangel jetzt etwas länger dauern

Ich bitte ausdrücklich um Rückkopplung. Jeder Kommentar ist will kommen

Herzlichst,

NeferKaRe

Wieder mal sehr gelungen. Freue mich auf den nächsten Teil!

Hi, wieder mal eine sehr gute Fortsetzung. Freu mich schon auf den nächsten Teil

oh Mann Nefekare,

Du schaffst mich!

Drei Tage hab ich jetzt gebraucht um die Fortsetzungen deiner Geschichte zu lesen.

Aber das Warten hat sich gelohnt!

Mir ist dabei aufgefallen, dass sich zeitweise einige Fehler eingeschlichen haben, aber nur ein paar Rechtschreibfehler. :-)

Es sei dir verziehen.

Ich grüße dich aus dem Süden von "Schland"

Adriaskipper

ein Monat später

Hallo Neferkare,

jetzt spannst du uns aber wirklich lange auf die Folter.....

deswegen hol ich die Geschichte wieder mal nach vorne und hoff, dass noch einige andere Leser sich daran erfreuen und dich zu weiteren Fortsetzungen ermuntern.

Ich würd mich sehr über mehr "Neferkare-Geschichte" freuen.

es grüßt der Adriaskipper

11 Tage später

Hallo Neferkare,

bin ich denn der Einzigste der deine Geschichte noch lesen will?

Das kann ich mir doch nicht vorstellen!

Deshalb hier ein öffentlicher Aufruf an alle Neferkare-Fans:

Meldet Euch und gebt Neferkare kund, dass ihr auch Fans seid und die Geschichte fortgestetzt haben möchtet.

es grüßt der Adriaskipper

Hallo Neferkare,

warte auch schon seit einiger Zeit auf den nächsten Teil deiner Geschichte! Lass uns bitte nicht so lange warten. :):)

5 Monate später

Hallo Neferkare,schade das Du keine Zeit mehr findest deine Geschichte weiter zu schreiben.Ich habe deine Geschichte mit Genuss verschlungen.Ich hoffe das du die Geschichte fortsetzt.

Vermisse auch die geniale Story von dir, wär schön wenn du mal wieder weiterschreibst!

5 Monate später

Warum geht es nicht weiter? Ist so eine geniale Story!!!

Bitte weiterschreiben....!

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