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Mal was anderes, aus meiner Feder. Etwas melancholisch vielleicht. Viel Spaß beim lesen!

*****

Man hat's nicht einfach - ehrlich.

Früher, ja früher wollten die Mädels nix von mir wissen - und heute? Am besten gleich heiraten und wenn das nicht ist, dann wenigstens eine Beziehung für mindestens ewig und einen Tag.

Natürlich, ich habe sie alle geliebt, meine Partnerinnen, Freundinnen, und bei manchen tue ich das heute auch noch.

Aber so bin ich nicht gestrickt, leider. Sechs Monate, ein Jahr? Dann muss ich wieder raus in die Wildnis. Ist das pathologisch? Vielleicht.

Zu Anfang bin ich in Bordelle - hab mein Gewissen beruhigt dass das ja nur ein Geschäft und eine Dienstleistung ist. Nur dass leider die lieben Huren meist nicht lange im Geschäft blieben. Später hab ich mich auch mit Mädels eingelassen, meist Singles wie es sich herausstellte. Und was dann kam, na siehe oben. Das ging auch nicht.

Ein paar Lenze ins Land, und im Karneval hab ich mich als Witwentröster versucht. Das war ganz angenehm bis zu einem Punkt. "Wir müssen mit Kondom - damit mein Mann nichts merkt." Kondom, klar. HIV, Tripper, Pilz. Alles einleuchtend. Aber damit der Mann nichts merkt? Ich war irritiert. Guter Sex war es trotzdem.

Damit der Mann nichts merkt. Damit IHR Mann nichts merkt.

Wollte mir nicht in den Kopf. Der Ehemann muss ein rechter Einfaltspinsel sein wenn ihm erst dann ein Licht aufgeht, wenn seiner Frau abends noch ein wenig Sperma am Oberschenkel klebt, wo sie doch schon seit Jahren kaum mehr miteinander schlafen.

Es hat ein wenig gedauert bis der Groschen fiel, aber ich wollte dass der Mann es merkte. Ist wohl so ein archaisches Ding - Revier markieren, in Besitz nehmen. Außerdem kann ich Gummis nicht leiden - das einzige was mich an den Herd bindet. Man hat schließlich Verpflichtung.

Gut, dachte ich mir eines Tages, vielleicht probieren wir es mal bei einer Hobbyhure. Eine echte Frau, mitten im Eheleben, die sich ein paar Euros hinzuverdient. Und sich ihre Freier aussuchen kann - wäre doch ein schönes Kompliment für mich. Gummi gehört hier schließlich zum Handwerkszeug. Verdammtes Ego.

Nach einiger Zeit fand ich dann wirklich eine Anzeige die mir gefiel. Vom Mann aufgegeben. Aha, interessant. Nach einigen Telefonaten dachte ich schon dass da jemand kalte Füße bekommt, letztlich hab ich dann aber eine Einladung zum Kaffee bekommen. Also los, hoffentlich ist der Kaffee nicht zu dünn.

Meine Überraschung hätte größer nicht sein können. Erster Eindruck: Schrank, Türsteher. Das kann ja was geben wenn hier was schief läuft.

Die Milch war noch nicht in der Tasse (Kaffee nicht mal schlecht), mußte ich auch schon meinen Ersteindruck revidieren - der Typ war besser als Mickey Maus. Die Stimme noch dünner als am Telefon, Körpersprache nervös wie bei einem Schuljungen - wie man sich täuschen kann. Trotzdem, eine von dem auf die Zwölf, dann ist Schicht im Schacht.

Seine Frau "kommt gleich, muß noch was erledigen" also hab ich höflichen Small-Talk betrieben. Belangloses, oberflächliches, jetzt sich mal auf nichts festlegen.

Nach einer halben Stunde etwa konnte ich so zwischen den Zeilen lesen, dass wenn seine Holde einverstanden wäre, wir es im Schlafzimmer machen könnten und er wäre im Wohnzimmer. "Nicht dass das bei dir nötig ist, aber meiner..." Ja, schon klar.

Und trotzdem empfand ich in diesem Moment einen Anflug von Respekt vor dem Typen. Wollte ich zu diesem Zeitpunkt nicht wahrhaben, aber meine Herren, da gehört schon was dazu.

Kurze Zeit später kam dann wirklich seine Frau nach Hause und - oh Schock - mit dem 5jährigen Sohn im Schlepptau. Latte dahin, erotische Vorfreude verflogen.

Der Lütte hat sich nicht gewundert (die haben wohl oft Besuch?), ist ab in sein Zimmer und die werten Eheleute haben sich erstmal zur Konferenz in die Küche verzogen. Gut, wurde Zeit für eine Zigarette - Nichtraucher aber Aschenbecher auf dem Balkon? Zuvorkommende Gastgeber.

Mickey Maus ist dann mit dem Stammhalter an die frische Luft, Fahrrad reparieren oder Fußball spielen oder was Väter mit ihren Söhnen so machen.

Frau sah nicht schlecht aus und hatte sich dezent zurecht gemacht. Wirklich hübsch, knapp unter 30, und dafür daß sie Mutter war eine sehr tolle Figur. Sie hält auf sich, das merkte man.

Nach einigen Umschweifen kamen wir dann zum Pudels Kern: in dieser Woche ginge es leider nicht, weil ihr Mann Frühschicht hat und Mittags der Kleine aus dem Kindergarten käme. Aber nächste Woche dann. Gut, also nächste Woche, kein Problem, recht gerne sogar. Wir verabschiedeten uns etwas distanziert, ich ließ ihr noch meine Handynummer da, und hab die Episode als nette Abfuhr verstanden. Jeder wie er will, ich fand es schade.

Woche drauf klingelt das Telefon, wie 1000 Mal an diesem Tag, ich also ran "Ja, hier ist die Sabi, möchtest du uns morgen besuchen?" - Schock schwere Not. Klar will ich das, muß nur eben für Ersatz sorgen, um 9 bin ich da.

Comicbuch für den Sohn gekauft - Liebkind machen schadet ja nicht - paar Süßigkeiten, 50 Euro Schein und sauber im Schritt rasiert.

Viertel nach 9 an der Türe, der Herr des Hauses öffnet mir in Plastiklatschen und Unterhemd, sie säßen noch am Frühstückstisch. Setz dich einfach dazu. So schnell bekommt man Familienanschluß.

Mutti natürlich begeistert vom Comicbuch, Vati ißt gerne Süßes nach der Figur zu urteilen. Machts was aus wenn ich eine rauche? Nein? Bis gleich?

Am Balkon frische Luft, bißchen Gedanken sortieren. Willste das wirklich durchziehen? Verdammt, der werd ich's so besorgen, da hat der Alte danach nicht mehr viel zu stochern.

Da saß er auch schon im Wohnzimmer, guckte Morgenprogramm auf RTL, und wünschte mir viel Spaß, ich könne ins Schlafzimmer. Also Minzpastille in den Mund und ab.

Sabi saß auf dem Bett und wollte sicher wirken. Sie hatte die Situation im Griff, war Frau der Lage. Ich fragte sie, ob sie schmusen wollte. Sie wollte. Und schmeckte herrlich, war weich und heiß und zart und stark. Und roch etwas nach Rasierwasser, nur etwas.

Und darum wollte ich ganz der zuvorkommende Liebhaber sein, warb um sie mit meinem Mund, küsste entgegen meinen Prinzipien sogar ihr Möse. Fein zurecht gemacht, der Duft nach Frau und ALDI Weichspüler.

Draußen lief Werbung.

Ich zog mir ein Kondom über, begann sie zu stoßen, roch an ihrem Hals. Nach ein paar Minuten spürte ich, daß etwas nicht in Ordung war.

Sie wollte zuerst nicht raus mit der Sprache, sah schuldbewußt aus der Wäsche wie ein Schulmädchen. Sie sei so trocken, muß ich wissen, es tut etwas weh.

Oh. Hm. Schade. Woran liegt's? Am Gummi. Am Gummi? Ja, der macht sie - na trocken eben.

Tja, da haben wir den Salat. Ob ich denn verheiratet bin? Ne, feste Beziehung ohne Trauschein. Wie viele ich in letzter Zeit hatte? Na, nur die meine.

Gut, sie hat seit ihr Sohn geboren wurde auch nur mit ihrem Mann, also wenn ich will - weil gesund wäre ich ja, oder? - könnten wir nochmal von vorne. Ohne Gummi. Nein sie will mir es mir nicht mit der Hand machen, aber wenn ich selbst will...

Gut, hab ich also meinen Kleinen in die Hand genommen, sie breitbeinig vor mir auf dem Bett, Augen dankenswerter weise geschlossen. Und wie sich ihr Becken so leicht bewegte und mich anlächelte, hab ich meine Spitze gegen ihre Kleine gedrückt. Nur so, ein wenig spielen.

Und das muß gesagt werden - es gibt nicht viel was einen Mann mehr anmacht als wenn eine Frau für ihn feucht wird. Ein paar Millionen Jahre Evolution haben es nicht geschafft, diesen Urreflex auszulöschen. Das geht direkt ins Rückenmark.

Letztlich bin ich dann blank in sie - ja das tut gut - und wir haben dann gierig und recht lange gefickt. Als es bei mir aufs Finale zuging wollte ich, höflich wie ich bin, dezent auf ihren Bauch kommen. Aber sie merkte das, packte mich am Hintern und machte sich so weit auf für mich wie es ging. Noch so ein Urreflex, und ich kam überraschend heftig und viel in ihr.

Gute 10 Minuten blieben wir so, schwitzig und außer Atem und ihre Augen leuchteten. Sie blieb liegen während ich mich anzog und ihr Mann verabschiedete mich als ob ich sein bester Sandkastenfreund wäre.

Ich bin noch viele Male zu Sabi gefahren, hab immer an den 50 Euro Schein gedacht, was für den Lütten und der Alte ging auch nicht leer aus.

Irgendwann hat sie mir erzählt, daß seitdem ihr Mann seine Vasektomie hatte es nicht mehr richtig laufen würde. Die Frühschichten waren gelogen - er war arbeitslos und so... Naja, ein wenig mehr Geld im Haus. Hat sie gerne von mir bekommen, obwohl es ihr fast unangenehm zu sein schien.

Häufig kam er zu ihr ins Bett nachdem ich weg war und ihr gefiel es wenn er sie leckte danach. Sie würde immer so schön kommen, ein zweites Mal, und das wäre dann fast als ob sie noch mal mit mir käme. Ich hab es ihr wirklich geglaubt.

Ob er zusehen darf? Wen er die Klappe hält. Sie wollte daß er zusieht, eine Zeit lang zumindest. Mich hat es nicht gestört, warum auch. Kann so breit sein wie er will, der schießt nicht mehr scharf.

Ich fragte ob sie noch andere hätte. "Hättest du das gerne?" Vielleicht, ja. Andererseits auch wieder nicht. Ob ich nicht mal öfter kommen möchte, also zu ihr und nicht nur zweimal im Monat? Schon, wenn ich es einrichten kann.

Abends im Bett dachte ich mir: kommt nicht viel rüber bei den beiden. Ob ich mal sehen sollte, sie wo unter zu bringen? Na wenn, dann eher ihn. Schneide mir doch nicht ins eigene Fleisch.

"Es geht nicht ums Geld..." mir war nichtmal peinlich, daß die Türe offen stand und Mickey Maus zur Abwechslung nicht fern sah. Nein? Und wenn, dann kein Problem. Ich helfe gerne, so unter Freunden. Sie wollte es mir nicht sagen, aber er meinte dass sie es tun soll. Fragezeichen. Keine Lust mehr? Doch, hatte sie vom ersten Mal an.

Ich wüßte ja, daß er... Nicht mehr kann? Verflucht! Also ich meinte... "Ja, keine Kinder mehr zeugen kann." Moment, verstehe ich richtig? Ich verstand richtig.

Fluchtreflex, noch so ein schönes Überbleibsel aus längst vergangenen Tagen.

Wie willst du die Kinder durchbekommen? Sie arbeitet jetzt wieder - Festanstellung, Nachtschicht im Obdachlosenheim der Kirche. Ach und darum? Ja, der Job ist scheiße und der Kleine wollte schon immer ein Geschwisterlein zum spielen. "Also wenn, dann mit dir." Also wenn, dann mit mir. Also wenn.

Bedenkzeit.

Verhütest du noch? Nein. Seit wann nicht mehr? Betretener Blick. Ach so läuft das. Aber das mit dem Gummi... "Das war wirklich so." Sie möchte im Boden versinken.

Ich war wütend, da gab es nur eines: Frustficken. Danach war mir komischerweise leichter. "Weißt du, wir haben nie an den Tagen wo ich, naja, soweit bin." Zufall. Mein Terminkalender als Schwangerschaftsverhütung, auch nicht schlecht.

Wann würde es denn passen? Ab Mittwoch?

Mittwoch.

Was mache ich hier eigentlich. "Das wird unser Kind - du hilfst uns nur ein wenig." So kann man das auch sehen. Also Nächstenliebe, von mir aus. Geben ist seliger als genommen werden? Bestimmt.

Wir fickten jetzt häufig und sehr leidenschaftlich. Wenn ich fertig war, wartete er geduldig bis ich mich gelöst hatte, sprang auf, legte ihr ein Kissen unter das Becken und deckte sie zu. Für mich gab's Kaffee. Und manchmal eine Zigarette. Und einen verbrüdernden Blick. Danke. Auch dafür.

Sie flüsterte hin und wieder "Geb dir Mühe - es soll ein hübsches Mädchen werden. So hübsch wie ich und so hübsch wie du."

Ich brachte jetzt keine 50 Euro Scheine mehr - ich sparte auf Krüger-Rand. Gold ist immer noch Gold. Und Schnelltests aus der Drogerie, jede Woche einen. Nach zwei Monaten dann die Erlösung, Auftrag erfüllt.

Ich hab sie danach noch gerne gevögelt, bis zum fünften Monat mit ihrem kleinen Kugelbauch und den wieder sehr straffen Brüsten. "Vorsichtig, sonst haust du ihr auf den Kopf." Gelächter. Komischer Humor.

Eines Tages war das Klingelschild weg, Handy ausgeschaltet, unbekannt verzogen. Man verzieht nicht unbekannt, aber ich habe es verstanden. Und war glücklich. Nach langer Zeit, die Erinnerung begann zu verblassen, eine Kurznachricht: Jana, gesund. Und wunderhübsch wie du.

Ich hab den Krüger-Rand verpackt, noch einen zweiten dazu gelegt. Adressen findet man einfach, man verzieht nicht unbekannt.

Alles Gute. Ohne Absender.

Sehr schöne Story, wundervoller Schreibstil!

Danke Steve, schön daß sie dir gefallen hat!

Freut mich teufel1312, danke für das Feedback

ein Jahr später

dieetwas andere geschichte. auch ich mag sie. echt ganz nett muste schmunzeln MFG

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