Es wurde eine Frage gestellt:
Kann man aus alten Fotos 3D-Bilder machen?
Nein, das geht nicht. (zumindest meistens nicht. Es sei denn, sie hat sich nicht bewegt und es existieren Serienaufnahmen. Müsste ich gucken).
Sonderfall: Wenn man sich sehr eingehend mit digitaler Bildbearbeitung usw. auseinandersetzt, kann man eine gewisse 3d-Wirkung erzielen, aber richtig echt wirkt es am ende nie.
Nochmal zur 3D-Fotografie, mal anders erklärt:
Man muss lediglich genau das tun, was die Augen normalerweise immer automatisch machen: Man muss seinem Hirn 2 Bilder ein und derselben Sache - aber aus 2 leicht versetzten Positionen - liefern. Das Gehirn hat genügend Erfahrung, aus der unterschiedlichen Perspektive heraus in Echtzeit zu "errechnen", welche Bereiche des Bildes vorne, welche hinten liegen. Der 3d-Eindruck entsteht.
Genaugenommen ist der einzige Unterschied, dass das Auge/Hirn ein 3d-Videobild macht, während die Kamera nur ein einzelnes Standbild zuwege bringt. (Wenn jemand 2 VideoCams hat, ist es kein Problem, 3d-Filme auf exakt dieselbe Weise herzustellen)
Dem Gehirn ist es also logischerweise völlig latte, ob das von den Augen gelieferte Bild von einem "echten" Gegenstand ist, oder ob lediglich jedes Auge je ein Bild eines Gegenstands zu sehen kriegt.
Das Hirn erkennt dann: oh, gut, ich kann daraus ein 3D Bild konstruieren - und gesagt, getan. 3d-Effekt.
Probleme, die entstehen können, haben völlig logische Ursachen:
1. Man zielt beim Fotografieren bei Bild1 und Bild2 auf unterschiedliche Punkte - Das ist, als würde man schielen. (das Kamera-Auge schielt) => Lösung: Bei allen Bildern drauf achten, dass man auf denselben Punkt zielt - oder auch "fokussiert"! ;)
2. Das Objekt hat sich zwischen Aufnahme1 und Aufnahme2 bewegt. Dadurch kann das Hirn nicht mehr den 3d-Effekt berechnen. Das Bild sieht äußerst seltsam aus oder "tut weh" beim Hingucken. (tut nicht wirklich weh...) =A Lösung: nur völlig bewegungslose Objekte für 3d-Bilder fotografieren - und den zeitlichen Abstand zwischen Bild1 und Bild2 möglichst gering halten.
3. Das, was beim Fotografieren immer schief gehen kann, stört auch die 3d-Wirkung: Unschärfe, schlechtes Licht, Überstrahlung durch zu hellen Blitz usw.
Tipp: Bilder immer ohne die Kamera abzusetzen reihenweise schießen. Einfach eine leichte Seitwärtsbewegung machen und dabei dann - zb mit der Sportbilder-Funktion - Serienbilder schießen. (Auf gutes Licht achten!)
Gruß
Der Jones