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Nein, es geht mal nicht um Sex. Oder zumindest nicht primär, sondern um Berührungen im Allgemeinen. Schaut euch mal den Artikel an.

http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Kuschel-Manko-wegen-Social-Media-10399365

Was meint ihr dazu? Ist da was dran? Das wir im Alltag kaum noch andere Menschen berühren sondern mit Freunden nur noch Facebooken und co? Wie schafft man da abhilfe? Jemand schonmal auf einer sog. "Kuschelparty" gewesen?

Laßt uns doch mal bisschen drüber diskutieren.

Naja, ob es ganz so schlimm aussieht.... Berührungen sind im Alltag zweifellos sehr wichtig, das Begruessen mit Händedruck, das herausgeben des Wechselgeldes direkt in die Hand usw. Und wenn manche Menschen in einer hygiene Hysterie meinen genau diesen Berührungen ausweichen zu muessen, dann werden sie bestimmt die Folgen davon langfristig spüren.

Aber ob das gesellschaftstechnisch eine so grosse Rolle spielt? Berührungen laufen doch häufig innerhalb der Familie und dem engsten Freundes Kreis ab, oder eben bei in Alltagssituationen. Ich weiss jetzt echt nicht, ob ich ohne Internet mehr körperliche Berührungen hätte wie jetzt.

Es kommt nach meiner Ansicht auch auf 2 wichtige Faktoren in einer Beziehung an. Gehen beide Arbeiten, wenn ja wie sehr sind Sie im Job eingespannt ? und gibt es im Kinder im Haushalt ? Das weiteren, wie groß ist der Freundeskreis ! Das sind auch gründe warum weswegen das Private oft auf der strecke bleibt ! Und wenn man sich mal die ganzen Erotik seiten anschaut, allein schon hier im Forum, sieht man doch wie viel sich im Net abspielt ! Viele sind doch hier weil Sie vielleicht wenig zeit haben, und kontakte schließen ist doch oftmals im Net einfacher als im Realen Leben !!

Dem social media Hype würde ich nicht die Schuld daran geben, dass wir immer weniger körperlichen Kontakt zu unseren Mitmenschen haben. Das ist eine gesellschaftliche Entwicklung die schon viel länger andauert, und in den social media Pseudo-Sozialkontakten nur einen weiteren Ausdruck findet. Mit anderen Worten, was bei Facebook und Co. zu beobachten ist, das spiegelt nur unsere Gesellschaft wider, alles wird unverbindlicher, Networking statt echte Freundschaften. Wenn in unserer Gesellschaft eine andere Einstellung diesbezüglich eintreten würde, dann würden wir auch die sozialen Netzwerke tatsächlich sozialer nutzen, und es würde zu mehr statt weniger Kontakt im echten Leben führen.

Kuschelpartys sind ein alter Hut. Ich habe mir überlegt ob ich mal an einer teilnehmen soll. Ich finde nämlich tatsächlich, dass uns allen mehr Körperlichkeit ohne primäre sexuelle Gedanken sehr gut täte, auch wenn ich wie gesagt den Zusammenhang zu social media nicht in dem Maße sehe. Ich sehne mich jedenfalls auch nach mehr Körperkontakt. Andererseits gefallen mir solche "verordneten" Veranstaltungen eigentlich nicht. Ich habe mal eine Doku im Fernsehen über Cuddle partys gesehen, und das wirkte doch recht merkwürdig, wie die Leute alle im Raum verstreut rumlagen. Ein privaterer Rahmen wäre mir lieber als solches Rudelkuscheln. Aber das würde ich sogar in Kauf nehmen, wenn man dadurch Gleichgesinnte kennenlernen kann, um dann später öfter privat zu kuscheln.

hmm... also ich glaub dass es sich ähnlich verhält wie bei sex:

es ist nicht lebensnotwendig

jedoch glaub ich dass es längerfristig gesehen auch ein paar lebensjahre kostet wenn man keine berührungen hat

es ist auch nicht egal wen man berührt

es gibt auch berührungen die eher schaden

letztendlich ist sex rein psychisch betrachtet eine viel intensivere form als das berühren. ich würde es als werkzeug ansehen um das gemüt zu beeinflussen und je nachdem wie es unser gemüt beeinflusst macht es uns das leben schwerer oder einfacher. wenn (meist) auch nur im kleinen maße.

wen ich mir vorstelle dass man krank ist und mit seinem leben kämpft kann es aber durchaus das zünglein an der waage sein.

Das ist eine gesellschaftliche Entwicklung, die mit der Welt des WWW nicht sehr viel zu tun hat. Wir leben mittlerweile in einer Zeit der totalen Hektik. Wer hat den heute noch Zeit für die kleinen Berührungen des Alltages?

Morgens hektisch und sehr früh aufstehen, damit ja Alle rechtzeitig aus dem Haus kommen. Alles muß rasch und reibungslos gehen, denn der Weg zur Arbeit wird immer zeitaufwendiger. Im Beruf geht es dann weiter. Die Arbeit die in früheren Jahren von drei Leuten erledigt wurde, muß heute (aus Spargründen) von zwei Leuten erledigt werden. Mittagspause - 30 Minuten - Die reichen dann gerade mal, schnell irgendetwas (Nahrung???) einzuwerfen und schon eilt man wieder an seinen Arbeitsplatz. Selbständige haben noch weniger Zeit und noch mehr Streß. Nach Feierabend geht es dann entweder im Stau oder in überfüllten Bussen und Bahnen zurück nach Hause. Dazwischen irgendwo, muß noch schnell etwas eingekauft werden und zu Hause geht es dann weiter. Abendessen, abräumen und dann vor die Glotze oder den PC, weil das ist dann nicht mehr anstrengend, denn jeder ist vom Tagesstreß einfach fertig.

Jetzt Frage ich mich allen Ernstes, wo soll da noch Platz für Berührungen bleiben? Über die Auswirkungen auf das Sexleben will ich lieber nicht nachdenken, denn da bekomme ich das große Gruseln.

Wie war es denn vor etwa 20 oder 25 Jahren?

Man hatte am Arbeitsplatz durchaus Zeit für kleine Gespäche. Es gab Arbeitspausen in denen miteinander gesprochen wurde. Nach Feierabend traf man sich noch mit Arbeitskollegen oder Bekannten, denn die Wege waren kurz und kosteten nicht so viel kostbare Zeit. Die Begrüßung mit Handreichung oder ein kurzes Umarmen bei Leuten die sich näher kannten war an der Tagesordnung. Jeder Kontakt zwischen den Geschlechtern begann mit vorsichtigem Händchenhalten, später dann mit laaaaaaaangen Küssen und kuscheln und danach kam es erst zu anderen Aktivitäten. Da waren Berührungen noch normal und niemand rief sofort: "Sexuelle Belästigung".

Heutzutage muß man ja schon aufpassen, wenn man in der Tram jemanden zufällig (ich meine wirklich zufällig) anstreift. Sofort schreit irgendjemand auf und schon erheben sich die Berührungsparanoiker aus ihren Löchern.

Die innere Sehnsucht nach Berührungen führt heutzutage besonders die jungen Leute in die sozialen Netzwerke. Nur ist dies Vielen nicht bewußt. Aber seien wir mal ehrlich, wie soll ein Großteil der Menschen heutzutage noch engere Kontakte finden? In den eigenen vier Wänden? Geht nicht. Treffpunkte waren früher mal der Arbeitsplatz, der gemeinsame Weg von und zur Arbeit (Schule, Uni, etc). Kaffeehäuser, kleine Veranstaltungen, Sportvereine usw.

Heute haben wir Massenevents. Zigtausend Leute dort und im Endeffekt ist jeder dort für sich alleine, denn das Gedränge und der akustische Pegel lassen keine nennenswerte Kommunikation zu. Die Berührungen die an solchen Orten stattfinden, gehören eher zur unangenehmen Sorte (persönlicher Freiraum wird unterschritten).

Wie soll es denn weitergehen?

Leute nehmt euch einfach mal die Zeit und geht auf Andere zu. Ein Lächeln und ein freundliches "Guten Morgen" zaubert auf die grantigsten Gesichter etwas Sonnenschein. Probiert es mal aus. Morgens in die Tram einsteigen und ein lautes und freundliches "Guten Morgen" rufen. Ihr werdet euch wundern was dann geschieht.

Oder einfach mal jemand der traurig ist, wortlos und kurz in den Arm nehmen. Einem alten Menschen beim einsteigen helfen, indem man ihn nicht wie ein Polizist am Arm packt, sondern ihn bei der Hand nimmt. Den Partner beim Abschied und beim Wiedersehen kurz umarmen und vielleicht sogar ein kleines Küsschen (soll es ja auch in langdauernden Beziehungen noch geben^^) geben. Die Kinder und Haustiere auch miteinbeziehen und mal umarmen.

Leute - wir haben es in der Hand es besser zu machen! Machen wir es einfach

Gute Beiträge zu einem spannenden Thema in diesem Thread. Interessant was da alles ans Tageslicht kommt.

Was bisher noch nicht so besprochen wurden, sind die Kuschelpartys, die hatte Laborratte ja auch erwähnt. Mich würde auch interessieren, was ihr davon haltet. Scheinbar gibt es ja bei vielen das große Bedürfnis nach mehr körperlicher Nähe. Aber was man jetzt auch schon in den Beiträgen lesen konnte ist, dass es in unserer Gesellschaft einfach nicht mehr en vogue zu sein scheint. Klar, in einer festen Partnerschaft gehört Kuscheln dazu. Und dass man Freunde umarmt ist für mich auch normal. Trotzdem reicht mir das persönlich nicht. Wie seht ihr das?

Ich habe hier mal einen kurzen Beitrag aus der Sendung "Mona Lisa" zum Thema Kuschelpartys gefunden. Auch wenn ich prinzipiell aufgeschlossen wäre, mal zu so einer Party zu gehen, so hat mich dieser doch sehr biedere Ausschnitt doch eher abgeschreckt. Also es gibt definitiv Kuschelrunden, die nicht ganz so alternativ angehaucht sind wie die Leute in dem Video, ich erinnere mich an eine Doku die ich schon vor längerer Zeit gesehen habe, und da waren die Leute lockerer drauf.

Aber das Video erklärt dennoch ganz gut das Prinzip hinter den Kuschelpartys, für diejenigen die sich so gar nichts drunter vorstellen können.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite#/beitrag/video/1872230/Kuscheln-f%C3%BCr-die-Seele

hi toler Artikel und sehr nachvollziehbar

genau das mit den gläzentetrn augen

lässt sich sehr gut beobachten

wen mal eine einer den Kopf nicht auf dem Boden gesengt hat

beim aneinander vorbei laufen

komme mir manchmal vor im Film die fusgägeezone der lebenden toten

aber ab und an bekommt und gibt man einfach ein nur so lächelen

und spürt die lebendige Aura

Vor allen Dingen kostet es Nerven und den Glauben an das Gute im Menschen.

Sex wird überbewertet.

Menschen die Zeit haben wirst du nicht finden. Und die wo Zeit haben, gehen nicht auf andere zu, weil sie ihre Erfahrungen mit Menschen machten. Gebranntes Kind scheut bekanntlich das Feuer.

Hoffe, ich habe das Thema nicht verfehlt.

Zeit hat niemand, deshalb muß man sich die Zeit dafür einfach nehmen. Ist nur eine Frage der persönlichen Priorität.

Scheue nicht das Feuer sondern lerne den Umgang damit.

Kuscheln schmusen und süsse Küsse austauschen steht bei mir an erster Stelle ... ich will doch mein Gegenüber spüren ...

Kuscheln schmusen und süsse Küsse austauschen steht bei mir an erster Stelle ... ich will doch mein Gegenüber spüren ...

Es geht in dem Artikel weniger um feste Partnerschaften (bzw. um Kuscheln mit dem Partner, und dass es dazu gehört) als ganz allgemein um Körperkontakt unter Menschen bzw. das zunehmende Fehlen dessen.

3 Monate später

Solche Berührungen sind sicher wichtig. Ich würde daher gerne mehr Hautkontakt haben. Das täte mir gut.

Ich denke auch es geht zuviel in unserer Zeit verloren, der Händedruck, das Lächeln der Verkäuferin beim Einkauf usw. langsam vereinsamen die Menschen in unserer Gesellschaft, es geht nicht immer nur um Sex.

3 Monate später

Haut Kontakt zwischen den Menschen halte ich für sehr wichtig.Fremde bekommen eine Hand und man blickt sie in ihre Augen.Stimme und Gestik spielen auch eine große Rolle.

Freunde werden herzlich begrüsst. Ein lächeln und Küsschen bzw auch eine Umarmung.Diese Gestik kann kein Internet aussagen.

Der eigene Partner wird immer irgend wie berührt.Man muss nicht immer Sex haben um seinen Partner zu berühren.Im Alltag wird geküsst umarmt, geschmust,die Hand gehalten beim spazieren gehen.Selbst Abends noch beim Einschlafen sucht man noch den Kontakt.Und wenn es nur noch ein Fuß ist.

Wir sind schon was älter(50+).Bei uns ist es noch so. Und kann daher aussagen,dass das Internet mit seinen Facebook und Co den körperlichen Kontakt nicht eingeschränkt hat.

Vielleicht bei den jetzt ganz jungen Leuten

Wir machen jedenfalls so weiter wie bisher und den körperlichen Kontakt unter uns Menschen möchten wir nicht missen.

Ich finde der Körperkontakt, schmusen, kuscheln usw. setzt tiefere und innigere Gefühle frei als es der Sexuelle Akt selbst tut. Manchen Menschen sind zu solchen Gefühlen nicht mehr fähig. Andere Menschen wiederrum fürchten sich davor abgewiesen zu werden und können auch schlecht damit umgehen. Sie geben dann nur ein Teil und denken sich wenn sie dann doch abgewiesen werden, wird es vielleicht nicht so schlimm.

Ich persönlich will es nicht missen. Die Wärme, die Nähe und den Geruch des Partners wahrzunehmen. Ein Moment völliger Harmonie. Ein innigeres Gefühl gibt es nicht.

9 Tage später

Prinzipiell ist Nähe auch ein Grundbedürfnis. Von Berührung bis Kuscheln ist es aber noch mal eine Strecke.

Ob da so eine gemanagte Kuschelparty das Wahre ist ??? Ich setze Sympathie voraus und da können, vor allem zwischen Frau und Mann,

schnell auch ganz natürliche sexuelle Gefühle aufkommen.

Wenn viele mal wieder freundlicher durch die Welt gehen und hier und da auch mal einen Mitmenschen in den Arm nimmt, wäre schon

viel geholfen. Mit wem man dann noch richtig kuschelt, bleibt jedem selbst überlassen. Das ist noch mal eine besondere Nähe, denn man

kuschelt nun mal mit dem ganzen Körper, und da dürften

auch noch einige Faktoren mehr eine Rolle spielen ... die eigene Partnerschaft und Beziehungen an sich usw.

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