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AktErotik

Seit ein paar Jahren lebe ich bei meinem Onkel. Er ist Kunstprofessor und arbeitet an der Universität.

Eigentlich habe ich mich nie für seinen Beruf oder seine Künste interessiert. Neulich aber änderte sich das.

Und zwar wollte ich ihn abholen, um mit ihm in der Mittagspause Essen zu gehen.

Gewöhnlich tun wir sowas nicht. Wir verbringen wenig Zeit miteinander. Aber ich bin grade etwas klamm in meiner Börse. Kurz gesagt, ich wollte ihn anpumpen. Allerdings endete mein Plan schon bei einem charmanten Lächeln beim Italiener um die Ecke. Schon oft bin ich damit durchgekommen. Und so zählte ich auch dieses Mal auf ihn.

Die Universität ist groß und unpersönlich. Ich vermeide es grundsätzlich durch das riesige Gebäude zu irren, um sein Sprechzimmer zu suchen. Das ist mir viel zu mühsam, denn mein Orientierungssinn ist nicht der beste. Also wartete ich in der Eingangshalle und vertrieb mir die Zeit damit, die eilig an mir vorbei strömende Meute zu begutachten. Wie immer wurde mein Onkel aufgehalten, so dass ich mich schließlich am Schwarzen Brett mit den Aushänge beschäftigte. Ein Wirrwarr von Informationen. Das meiste davon verstand ich eh nicht. Aber ein Anschlag fesselte meinen Blick.

Es war die Skizze einer nackten Frau zu sehen. Darunter stand: "Weibliche Akt Models für Zeichenkurs gesucht". Das wäre die Idee. Es würde nicht viel Kohle geben für sowas. Aber Kleinvieh macht auch Mist. Und wer verdient schon Geld mit rumsitzen und nichts tun? Außerdem könnte ich meinem Onkel gleich mit dem Argument kommen, dass ich mich um einen Job kümmere.

Ich überlegte eine Weile. Dann riss ich den Schnipsel mit der Telefonnummer ab. Ich muss ja nicht anrufen, dachte der Engel in mir. Aber du wirst es, flüsterte mein Teufel grinsend.

Am nächsten Tag rief ich an. Es meldete sich eine Frau.

"Der Kurs findet dienstags statt. Ab 11.00 Uhr. Ihre Aufgabe als Nacktmodel würde sein für die Hochschüler zu posen. Pro Kurs würden etwa 7 Vormittage anstehen, jeweils ca. 2 Stunden. Der Stundenlohn beträgt 17,50 Euro." gibt sie mir etwas leiernd Auskunft auf meine Frage.

"Sie müssten uns noch vorab ein Foto von ihnen zusenden. Ideal würde eine Aufnahme im Bikini sein, der ganze Körper bitte."

Ich verabrede mit ihr, dass ich darüber nachdenke und mich noch einmal melde.

Das Foto ist nicht das Problem. Vor ein paar Wochen erst hatte ein Freund Aufnahmen im Schwimmbad gemacht. Keine besonderen Fotos. Eben fürs Privatalbum gedacht. Ich sah gleich auf meinem Rechner nach und befand, dass ein oder zwei Fotos durchaus brauchbar für die Bewerbung wären.

Aber bekomme ich das wirklich hin? Meinen Körper so zu zeigen? Das machte mir Sorgen.

Ich empfand es schon immer als prickelnd, meinen Körper zu präsentieren. Es ist erregend betrachtet zu werden. Im Mittelpunkt zu stehen. Bewundert zu werden. Am liebsten ist es mir, wenn mich Männer ansehen und davon verrückt werden vor Gier. Während ich selbst die Unschuldige spiele.

Ich habe mich auch schon öfter absichtlich solchen Situationen ausgesetzt.

Etwas mehr Haut gezeigt als üblich. Hier und da einen intimen Einblick gestattet.

Aber ich war noch nie komplett nackt. Und bisher hatte ich mir auch bewusst die Herren ausgesucht, die in diesen Genuss kamen.

Diese Situation im Kurs wäre ein klein wenig anders für mich. Ich hätte keinen Einfluss darauf, wer dort auf mich schaut. Ich hatte auch keine Vorstellung, wie ich posieren soll, wie viel und was für die Fremden dort zu sehen ist. All das verunsicherte mich doch sehr.

Was ist, wenn ich es nicht kann. Kann ich dann abbrechen? Schließlich werde ich bezahlt.

Ich würde mich schämen dann. Dass ich mich wie ein dummes Schulmädchen verhalte. Ich bin doch nicht schüchtern!

Ich fühlte die Selbstzweifel und die künstliche Entrüstung über mich selbst. Was soll das? zählte ich mich runter. So ein Unsinn. Natürlich kannst du das. Du brauchst doch nur Posen. Nichts weiter. Und die Studenten sind erwachsene Menschen, die dich sachlich betrachten werden. Wie ein Objekt. Nicht wie einen nackten Körper. Und überhaupt. Vielleicht sind ja sowieso nur Frauen da. Wahrscheinlich ist ein Malkurs für Männer eh zu albern.

Meine Mail mit dem Foto und meiner Zustimmung ging noch am Abend raus. Drei Tage später erhielt ich die Zusage und eine Einladung für meinen ersten Termin am kommenden Dienstag um 12.00 Uhr.

___________

Heute also würde ich es tun.

Ich wache früher auf als sonst. Ich bin nervös. Und das ist der erste Gedanke, den ich habe: Heute tue ich es.

Seit Tagen denke ich an nichts anderes mehr. Und je näher der Zeitpunkt rückt, umso mehr spüre ich das Kribbeln in meinem Bauch. Ich gebe zu, in meinen heißen Sexfantasien auf meinem Bett stellte ich mir immer wieder vor, wie ich entblößt vor einer Horde wichsender Studenten liege. Der Gedanke ließ mich mindestens schon drei Mal kommen.

Und heute tue ich es wirklich! Heute werde ich nackt sein, als einzige nackt. Im Mittelpunkt und angestarrt. Unausweichlich. Ich bin aufgeregt. Nervös. Es ist eine Mischung aus Thrill und Vorfreude.

Ich springe aus dem Bett und steige in die Dusche.

Ich rasiere zuerst meine Achseln und meine Schamlippen. Normalerweise rasiere ich mich immer blank. Seit ein paar Tagen habe ich das vernachlässigt. Ich möchte die noch recht kurzen rotblonden Haare auf meinem Venushügel zu einem schmalen Strich trimmen, so wie manche Sexmodells. Irgendwie hätte ich das Gefühl noch ein wenig von meinem Körper verstecken zu können. Doch meine hellen Haare sehen so kümmerlich aus, dass ich schließlich doch wieder alle Haare entferne.

Ich bin ein nordischer Typ, habe eher blasse Haut mit vielen kleinen, im Sommer sehr dichten Sommersprossen. Durch das heiße Wasser färbt sich meine Haut rasch tief rot. Ich weiß, dass vergeht genauso schnell, wenn ich aus der Dusche steige. Aber ich will heute nichts riskieren. Also beeile ich mich. Anstatt mich mit dem Handtuch abzurubbeln tupfe ich meine Haut. Meinen Brüsten gefällt diese Zärtlichkeit. Meine Nippel sind sofort steif. Sie wirken recht klein, wenn der Vorhof sich so zusammen zieht. Jedenfalls im Vergleich zu meiner recht üppigen Oberweite.

Anschließend epiliere ich meine kurzen aber schlanken Beine. Ich möchte, dass heute alles perfekt ist. Ich möchte mich von meiner besten Seite zeigen. Ich fühle meine glatte Haut, als ich die Creme verteile. Um alles einziehen zu lassen laufe ich noch eine Weile nackt in meinem Zimmer herum. So kann ich mich auch gleich an das Gefühl gewöhnen.

Ich suche mir ein enges buntes Stretchkleid aus, dass mehr wie ein Schlauch ist. Ein trägerloser BH darunter. Und ein knapper String. Dazu einfache Slipper mit 7.5 cm Absatz. Meine Nägel sind auf Wunsch der Kursleitung natürlich, ohne Lack. Ein wenig wurmt mich das schon, denn in den Schuhen sehen lackierte Fussnägel umwerfend aus. Ach was soll´s.

Meine Haare schüttele ich nur und nehme ein wenig Haarspray. Ich verwende einen Hauch von grünem Kajal, der meine Augenfarbe betonen soll. Dann sehe ich auf die Uhr. Es ist noch Zeit, aber ich will pünktlich sein. Also schnappe ich mir meine Handtasche und sprinte los.

Ich komme schon um 11.00 Uhr an der Uni an. Noch genug Zeit für einen Kaffee in der Mensa. Und bis ich den Raum finde… ach, ich werde jemanden fragen.

Ich klopfe etwas schüchtern an der Tür. "Ja herein" höre ich. Es ist die Telefonstimme, diesmal in live. Die Sekretärin lächelt mich an, als ich zögerlich in der Tür stehe. Sie steht auf und hält mir ihre Hand hin. "Sie sind Mona. Ich erkenne Sie vom Foto. Sie sind für den Aktzeichenkurs bestellt. Ich bin Frau Seidel" stellt sie sich vor. "Sie sind zeitig. Vor ihnen ist heute ausnahmsweise noch ein anderes Mädchen da. Es wird noch etwas dauern." Sie sieht mich an. Ich kriege keinen Ton raus. "Sie sind aufgeregt." stellt sie mehr fest als das sie fragt. "Ein bisschen" gebe ich zu. Ich fühle mich grade wie ein kleines Schulmädchen.

"Kommen Sie, ich zeige ihnen den Raum, wo sie sich um…ich meine ausziehen können." Ich halte mich an meiner Handtasche fest und folge ihr. Sie bringt mich in ein kleines Zimmer. Hier sind ein paar Schließfächer, wie im Schwimmbad. Eine zweite Tür, vermutlich der Durchgang in den Zeichenraum. Und ein paar Stühle. Über einem hängen ein paar achtlos hingeworfene Klamotten. Frau Seidel händigt mir einen Schlüssel aus, für einen der Schränke. Dann erklärt sie mir noch, dass ich mich fertig machen soll. Jemand würde mich dann rufen. Sie zwinkert mir aufmunternd zu. Dann verschwindet sie.

Ich ziehe mich aus. Meine Kleidung und Handtasche schließe ich ein. Alles, was ich jetzt noch trage sind meine Schühchen. Zuerst will ich sie mit einschließen. Aber irgendwie scheint mir das zu würdelos, so ganz ohne Schuhe durch den mir unbekannten Raum zu gehen. Unter den Augen mir unbekannter Menschen.

Mein Herz klopf mir inzwischen vor Aufregung bis zum Hals. Ich war in meinem ganzen Leben noch nie so nervös. Ich kann nicht sitzen. Statt dessen gehe ich so leise wie möglich auf und ab. Ich trete ans Fenster. Gehe zur Durchgangstür um zu lauschen. Doch es ist totenstill. Auch durchs Schlüsselloch kann ich nichts erkennen. Schade.

Die Minuten ziehen sich endlos. Ich fühle mich wie beim Arzt im Wartezimmer. Keine Spur von Erregung. Oder doch ein bisschen? Ich fasse mir zwischen die Beine, um das zu überprüfen. Doch, ich bin ein wenig feucht. Aber wirklich wenig dafür, dass ich mir diese Situation nun schon so oft so heiß erträumt hatte.

Ich stelle mir vor, wie ich das Klassenzimmer betrete, elegant wie eine Diva mit festem Schritt und erhobenem Haupt durch den Raum schreite, meine Brüste bei jedem Schritt federnd. Meine Hüfte mit einem aufregendem Schwung. Mein Po fest und nur leicht bebend. Und alle Blicke bewundernd auf mich gerichtet. Schon besser. Ich fühle wieder ein leichtes Kribbeln zwischen den Beinen.

Endlich geht eine Tür auf. Ich drehe mich um. Ein hübsches Mädchen huscht herein. Im Bademantel. "Du bist dran." sagt sie nur. Dann macht sie sich dran ihre Kleidung anzuziehen.

Oh nein. Der Bademantel.

Ich hatte es zwar in der Mail gelesen. Aber total verdrängt. "Bitte bringen Sie ein Handtuch und einen Bademantel mit." hieß es da. Wie konnte ich das vergessen?

Was mache ich jetzt? Für einen Moment fühle ich mich so unsicher. Meine Wangen glühen. Doch mein Stolz verhindert es, dass ich das Mädchen um den Mantel bitte. Also atme ich noch einmal tief durch. Und gehe mit festen Schritten in den Raum.

Es ist ein großer Saal. Die Umkleide befindet sich an einem Ende. Vor mir befinden sich lange Stuhlreihen an denen ich vorbei gehen muss, wie in einem Theater. Auf einer Art Bühne ist ein Stuhlhalbkreis aufgestellt. Mit etwa 12 leeren Stühlen und den entsprechenden Staffeleien davor.

Im Mittelpunkt befindet sich ein Barhocker. Das wird dann wohl mein Platz sein, denke ich. Wie unbequem!

Ein älterer Herr im Anzug, vermutlich der Professor, war wohl grade damit beschäftigt sich die Zeichnungen anzusehen, als ich eintrat. Er blickt noch immer zu mir, fast wie zur Salzsäule erstarrt. Jeden Schritt den ich mache saugt er mit seinen Augen auf, während sein Mund sich immer weiter zu öffnen scheint. Ich werde langsamer.

Erst jetzt nehme ich die Studenten wahr, die mich ebenfalls anstarren. Sie stehen in kleineren Grüppchen an einem geöffneten Fenster in einer Nische. Es sind nur Männer, stelle ich mit einem Blick fest. Ich sehe Überraschung in ihren Gesichtern. Bei einigen auch ein zweideutiges Grinsen.

Ich bin hin und hergerissen, ob ich diese Situation als peinlich empfinden sollte, oder als erregend. Meine Nippel sind jedenfalls hart, wie heute Morgen beim Eincremen. Ich schließe kurz meine Augen und fühle das Kribbeln jetzt überall auf meiner Haut. Meine Wangen brennen noch immer. Es ist fast genauso wie in meiner Vorstellung vorhin. Nur, dass ich mich doch ein wenig blamiere. Wie konnte ich auch so dumm sein und den Bademantel so ausblenden. Hoffentlich sagt jetzt einer gleich was ich tun soll. Sonst platze ich vor innerer Anspannung.

Endlich löst sich der Professor aus seiner Betäubung und kommt etwas fahrig auf mich zugeeilt. Er gibt mir höflich die Hand und stellt sich mit einer angedeuteten Verbeugung vor. Eine absurde Situation. Ein sehr stilvoll bekleideter Mann und ein gänzlich nacktes Mädchen pflegen Konversation. Wäre ich nicht so zittrig, hätte ich sicher gelacht.

Er bittet mich auf dem Barhocker Platz zu nehmen. "Oh, warten Sie Mona." sagt er dann schnell, bevor ich sitze. Er eilt zu einem Waschbereich in der Ecke und holt ein oder zwei dieser grauen Papierhandtücher. "Weil sie ja auch kein Handtuch dabei haben." murmelt er, während er die Tücher über die Sitzfläche verteilt. Dann reicht er mir seine Hand und hilft mir, ganz Kavalier, auf den Hocker.

Die Studenten nehmen jetzt ebenfalls ihre Plätze ein. Meine Fantasie beginnt Realität zu werden. Alle Blicke sind auf mich gerichtet. Mein Herz klopft so hart, dass ich meine Haut beben sehe.

"Bitte schlagen Sie ihre Beine übereinander und lehnen sie sich leicht zurück." Ich folge der Anweisung des Leiters, der jetzt wieder völlig Herr seiner Sinne ist, lasse meine Arme von ihm positionieren. Auch meinen Kopf dreht er zurecht, zupft mein Haar. Solange, bis er der Ansicht ist ich sitze richtig.

"Bitte bleiben sie etwa fünf Minuten regungslos." lautet sein Wunsch.

Meine rechte Hand liegt um meinen Bauch bis zur linken Hüftseite. Mein linker Handrücken liegt theatralisch an meiner Stirn, der Blick an die Decke geheftet. Ich taufe die Pose "Ich werde ohnmächtig". Und so fühle ich mich auch.

Ich weiß ganz genau, dass mich jetzt 13 Augenpaare betrachten. Aber ich sehe nichts. Ich würde so gerne mehr sehen. Ich bin so neugierig auf die Zeichner. Ich möchte ihre Blicke sehen. Wahrnehmen, was sie denken. Ob sie sich lustig machen, über meinen tollpatschigen Einstieg. Ob sie mich begehren. Ich fiebere dem Ende der fünf Minuten entgegen. Einerseits, weil ich mich bewegen möchte. Andererseits weil ich hoffe dann anders sitzen zu können.

Nach fünf Minuten gibt es eine kleine Pause. Der Professor kommt zu mir und legt sein Jackett um meine Schultern. Dann führt er mich hinter die Staffeleien.

"Sehen sie, Mona." sagt er fast stolz. Er zeigt mir, was seine Jungs fabriziert haben. Teilweise ist wirklich schon ein nackter weiblicher Rumpf zu erkennen. Bei anderen sehe ich nur Striche, die zwar Rundungen erkennen lassen, aber eher vage. "Sie brauchen sich nicht nackt fühlen" sagt er beschwichtigend. "Wir sehen Sie als Kunst." Er sieht mir in die Augen, als er das sagt. Es ist fast, als würde er es sich zwar wünschen, aber nicht wagen an mir herunter zu sehen.

Dann klatscht er abrupt in die Hände als Zeichen, dass es weiter geht.

Verstohlen sehe ich, wie die jungen Männer ihre Plätze einnehmen. Einige blicken schüchtern auf ihr Kunstwerk. Andere sehen mich unverwandt an. Und zwar eindeutig abschätzend. Wieder fühle ich dieses Kribbeln in mir.

Leider wiederholt sich heute diese eine Position bis zum Ende des Kurses. Ich sehe also nur in den Pausen, wie die Reaktion auf mich ist. Bei zwei der Jungen fällt es mir besonders auf. Sie stupsen sich gegenseitig an. Ich muss zugeben, dass es mich sehr reizt. Und ich empfinde die Jacke des Professors mittlerweile fast schon als unpassend. Schließlich bin ich nicht hässlich. Und ich glaube alle der Anwesenden hier würden mich viel lieber ständig nackt sehen.

Es ist für mich unbeschreiblich. Dieses Gefühl als einzige Frau nackt unter diesen ganzen bekleideten Männern zu sein. Mir fallen meine Sexfantasien ein, in denen ich aufreizend und nackt posiere. Ich bin das Lustobjekt. Im Mittelpunkt. Und ich folge den Anweisungen, die mir gegeben werden. Die gierigen Blicke auf mir spürend. Ich sehe, wie einer nach dem anderen vom Stuhl aufspringt und wie ich schließlich umringt bin.

"Feierabend" höre ich den Professor rufen. Er reißt mich aus meiner heißen Inspiration. Ich kann kaum atmen, so sehr fühle ich plötzlich meinen Schoss. Ich bin nass. Und kein Höschen, kein Kleidchen kann es verbergen.

Ich greife die Hand eines Studenten, der mir vom Stuhl hilft. Sein Blick direkt auf meine Brüste geheftet, wandert von dort zu meinen Beinen. Ihm entgeht nicht, dass das Papiertuch auf meinem Sitz einen dunklen nassen Fleck aufweist. Er sieht mich grinsend an.

Nur aus dem Augenwinkel bemerke ich, wie der Professor hastig das Papier schnappt und einsteckt. Ob er es nur entsorgt? Als mein Held? Oder ob er es für sich als Schnupperprobe behält? Das werde ich wohl nie erfahren.

"Du machst das wohl gern?" sagt der junge Mann zu mir. "Zum ersten Mal" antworte ich ausweichend.

"Und sicher nicht zum letzten Mal." sagt er lachend. Er heißt Michael, wie er mir später beim Kaffee erzählt.

__________

Mittlerweile habe ich fast Gewohnheit bei meinen Aktsitzungen. Ich nehme die mir aufgetragenen Haltungen ein. Sie sind immer pompös künstlerisch. Aber nie unanständig. Und könnte doch einmal der Blick etwas zu tief gehen, dann sorgt der Professor mit einem Schal oder einer Boa für dezente Verhüllung. Was für mich jedoch nie Routine wird ist der Moment, in dem ich die Blicke auf mir fühle. Ich genieße das nach wie vor immens. Und das eine oder andere Mal verbringe ich die Zeit mit meinen heißen Fantastereien.

Natürlich vergesse ich Handtuch und Bademantel nicht mehr. Ich kann mich also selbstsicher in den Pausen zwischen die Studenten mischen und mit ihnen schwatzen. Meistens stehe ich bei Michael und seinem Freund Rainer. Die beiden sind locker drauf und sehen mich nur zu gerne an. Als Dank lasse ich den Mantel jedes Mal offen. Und ich genieße die von den beiden nur zu gerne inszenierten zufälligen Berührungen.

Aber auch die anderen lasse ich gerne schauen. Inzwischen kann ich jeden von ihnen ein wenig einschätzen. Und je nach Lust lasse ich mich in meinen Träumen von ihnen berühren, während ich auf Decken, Sesseln und Stühlen vor ihnen posiere. Mal nimmt mich der coole Paul vor den Augen der anderen. Dann wieder verführe ich den schüchternen Jan in der Umkleide. Am liebsten ist mir aber die Szene, wo ich in ihrer aller Mitte bin.

Am letzten Kurstermin nimmt mich Michael zur Seite. "Ich muss mit dir Reden." sagt er. "Du siehst so Klasse aus. Und du machst das so toll immer." Er macht eine Kunstpause und stellt sicher, dass er meine volle Aufmerksamkeit hat. "Hast du Interesse an Akterotik?"

"Was ist das?" frage ich ehrlich erstaunt. "Im Grunde das Gleiche wie hier. Nur mit mehr Aktion. Also die Posen sind etwas mehr Hardcore." erklärt er mir lapidar.

"Und wo soll das sein? Wer bietet das an?" frage ich interessiert. In meinem Kopf rattert es. In meinem Schoss brodelt es leicht.

"Es ist ein offizieller Kurs. Aber er findet in Privaträumen statt, wegen der Atmosphäre." Seine Erklärung klingt logisch. Ein offizieller Kurs. Das beruhigt mich. "Du würdest auch mehr verdienen können. 25 mindestens. " fügt er schnell hinzu. Sein Blick ist auf meine Nippel gerichtet, so als könnte er dort meine Antwort ablesen.

"Ich denke drüber nach." versuchte ich Zeit zu gewinnen. "Ich muss es heute wissen" fügt er noch hinzu, als der Professor das Ende der Pause klatscht.

Ich nehme meine Stellung ein und nutze die Zeit um nachzudenken. Ich finde Michael sehr sympathisch. Er ist ein offener fröhlicher Kerl, der sicher oft Sex will und hat. Er liebt alles Schöne. Sei es Kunst oder Frauen. Und daraus macht er keinen Hehl. Das ist alles gut so. Doch warum macht er mir dieses Angebot und nicht der Professor? Kann ich ihm wirklich trauen?

Akterotik. Immer wieder hallt dieses Wort in meinem Kopf. Ist es so harmlos wie er es dargestellt hat? Akt ist ja kein Porno. Akterotik. Das klingt eigentlich gut. Und wenn ich ehrlich bin, das Wort Hardcore macht mich verrückt. Und jetzt wo der Kurs vorbei ist könnte ich ein klein wenig Kohle schon gebrauchen. Frau hat ja so ihre Ausgaben…

Hätte ich jetzt wieder ein Papiertuch unter mir, so wäre es durchgeweicht.

Als ich endlich das gewohnte "Feierabend" höre, springe ich auf und wische mich unauffällig mit dem Handtuch trocken. Ich verstaue es grade zusammen gerollt in der Manteltasche, als Michel schon hinter mir steht.

"Und?" drängelt er. "Ja, ich mach´s." höre ich meine Stimme.

"Gut" er grinst breit. "Gib mir deine Telefonnummer. Ich sag dir Bescheid wenn es los geht." bietet er sich an.

Auf dem Nachhauseweg steigert sich die Szene in meinen Gedanken. Akterotik. Ich sehe mich, diesmal sehr freizügig posierend. Meine Beine gespreizt. Den Blicken der Männer Preis gegeben.

Und ich reibe mich schon im Bus auf der hintersten Bank zum schnellen Orgasmus. Vielleicht ist Akterotik endlich das, was ich mir schon zu Beginn des Kurses vorschwebte.

__________

Seufzend und mit roten Wangen komme ich heim.

Der Anrufbeantworter blinkt. Es ist Michael.

"Hier ist Michael für Mona. Der Kurs ist Freitagabend. Um 20.00 Uhr. Bitte ruf mich an ob es klappt. Ich würde dich dann abholen." Dann sagt er noch seine Nummer.

Das geht ja schnell. Freitag also.

Für mein Kopfkino ist es bis Freitag noch lang. Fast jede Nacht wache ich erhitzt auf. Ich träume von meinem Körper, wie er vor Lust bebt. Ich träume von Männern, deren Blicke mich verfolgen. Und ich erwache immer nass zwischen meinen Beinen. Auch tagsüber verfalle ich in Träumereien. Ich wechsel ständig meine Slips, obwohl die auch gleich wieder nass sind. Und mindestens einmal am Tag reibe ich mich zum Orgasmus.

Dann endlich ist Freitag. Ich bin genauso aufgeregt wie vor ein paar Wochen zum ersten Akt- Termin. Und wieder weiß ich nicht, was genau auf mich zukommt.

Mein Pflegeritual beginne ich mit einem ausgiebigen Bad. Rasur, Creme. Diesmal lackiere ich mir Hände und Fussnägel in einem grellen Rot. Dazu ein ebenso roter Lippenstift. Ich wähle das kleine Schwarze, verzichte auf Unterwäsche. Irgendwie ist mir heute nicht danach. Meine schwarzen Heels sind offene zierliche Riemchen, die mich auf 10 cm Absatz halten. Also ich fühle mich hinreißend.

Und als Michael klingelt und ich die Tür öffne, höre ich ein anerkennendes Pfeifen.

"Wow, was für eine Schönheit." sagt er und reicht mir seinen Arm. Ich trapse mit ihm zum Auto, er öffnet mir die Tür. Paul ist Chauffeur. Rainer sitzt schon auf der Rückbank. Wir begrüßen uns. Michael drängt mich neben Rainer und setzt sich dazu. Ich fühle mich ein wenig eingepfercht.

"Wir müssen noch jemanden abholen" erklärt Rainer. Er öffnet eine Flasche Prosecco und füllt ein paar Gläser, die er herum reicht. "Prost" meint er lächelnd. Ich trinke selten. Aber ein wenig Mut kann ich heute doch gebrauchen. Ich nippe also dankbar vom Glas, in der Hoffnung mich zu entspannen. Michael legt seinen Arm um mich. "Ganz schön eng hier" grinst er, während er sich an mich presst, seine Hand krault mein Dekolleté . Rainer streichelt mein Knie.

Ich trinke jetzt das Glas auf Ex leer. Irgendwie machen mich die Jungs sehr nervös. Rainer gießt sofort Prosecco nach. Michael schnuppert an mir und schwärmt wie toll mein Haar duftet. Rainers Finger schieben sich und mein Kleid höher. Mein Herz klopft. Ich versuche cool zu bleiben. "Wer kommt den noch von dem anderen Kurs?" frage ich.

In diesem Moment hält Paul an. Jan steigt dazu. Er sagt leise: "Hallo Mona" und starrt während der ganzen restlichen Fahrt auf seine Füsse.

Paul starrt dagegen mehr in den Rückspiegel als auf die Straße, während Rainer mein Bein streichelt und sich dabei immer höher arbeitet. Michael küsst unaufhörlich meinen Hals.

Ich fühle mich begehrt und gleichzeitig ein wenig bedrängt. Der Alkohol scheint mich ein wenig zu lähmen. Das einzige was sehr lebendig ist, ist mein Herz und meine Klitoris. Beides fühle ich hämmern. Die Gedanken sprudeln wirr in meinem Kopf. Es liegt Sex in der Luft. Diesmal real greifbar. Doch so offensichtlich? Wie weit wird das gehen? Wie in meinen Träumen? Wild und hemmungslos? Schon gleich im Kurs? Oder eher privat danach? Was wird der Professor tun? Wird er das Knistern spüren und mich wie so oft beschützen? Und überhaupt… was werde ich tun? Doch noch die Flucht ergreifen?

Als der Wagen erneut hält, gehen alle Türen auf. Wortlos steigen die Jungs aus. Ich muss kichern. Rainer und Paul halten mich beim Aussteigen. Und auch den Weg in das Haus stützen sie mich galant. Jan ist vorgerannt und klingelt. Michael folgt uns dicht, ich bin sicher er stiert auf meinen runden Hintern, der von dem engen kurzen Kleid sehr betont wird. Ich fühle mich gut.

Als wir alle vor der Tür stehen, wird diese geöffnet. Ein älterer Herr begrüßt uns. Ich kenne ihn nicht. Ich bin überrascht. Michael sagte mir nicht, dass jemand anderes den Kurs leitet.

Auch dieser Professor ist sehr vornehm gekleidet. Er trägt eine Anzughose und eine Weste, beides in samtigem Rot. Das weiße Hemd ist gestärkt und wird von einer Fliege gekrönt. Der Alte wirkt blass und erschöpft und sieht starr an uns vorbei in die Dämmerung. Er stellt sich vor als Doktor Herb und schüttelt mir herzlich die Hand. Seine Bewegungen sind stockend, als er uns herein winkt.

Das Haus ist ein flacher Bungalow. Sehr schlicht und edel eingerichtet. Der Eingangsbereich zeitlos schwarz und weiß. Vermutlich Marmor. Die übrigen Räume sind ebenfalls sehr elegant und schlicht. Sie wirken kühl und unbewohnt. Nichts steht herum. Langweilig fast.

Die Jungs müssen schon einmal hier gewesen sein. Zielsicher gehen sie voran und führen mich eine Treppe hinab. Der Raum, der sich mir hier offenbart ist gegen alles andere hier bombastisch.

Die Wände sind grob gemauert. Riesige Steine mit dicken Fugen. Alles ist schwarz angestrichen. Etwa alle zwei Meter hängen lange Schals aus besticktem Brokat wie Gardinen. Dazwischen brennen echte Fackeln und hüllen den Raum in ein Spiel aus warmem Licht und zittrigen Schatten. Die Möbel sind dem Barock nachempfunden. Fünf verschnörkelte Stühle mit rotgoldenem Samtbezug sind im Halbkreis arrangiert. Davor die Staffeleien. Ein Chaiselongue ist in der Mitte platziert. Darüber liegt weit ausladend ein samtener Überwurf. Die gesamte Szene erinnert mehr an ein Museum als an einen Zeichenkurs. Besonders das Licht macht mich stutzig. Für die Atmosphäre allerdings ist es angenehm warm und behaglich.

"Dein Platz, Mona." Michael hat jetzt scheinbar die Kursleitung übernommen und zeigt auf das Sofa. Die anderen suchen sich ihren Platz auf den Stühlen. Schließlich kommt auch Doktor Herb. Er geht gradewegs auf seinen noch freien Stuhl und setzt sich ebenfalls.

Alle sehen mich gespannt an.

Etwas unschlüssig stehe ich im Raum. Es ist anders als sonst.

Normalerweise ziehe ich mich in einem anderen Raum aus. Hier stehe ich vor den Männern. Und wie damals, an meinem ersten Tag, fühle ich mich wie ein kleines Mädchen. Dabei haben mich alle der hier anwesenden, außer dem Doktor, schon so oft nackt gesehen. Zögernd fange ich an mein Kleid hochzuziehen. Es ist totenstill im Raum. Niemand atmet. Ich auch nicht. Ich entledige mich also des Stoffs und stehe sofort in ganzer Pracht da. Fast ärgere ich mich, dass ich keine Unterwäsche gewählt habe. So ist dieser sicher für uns alle kribbelnde Moment viel zu schnell vorbei.

Meine Brust bebt, meine Nippel sind hart und stehen ab. Ich fühle die Feuchtigkeit wie im Schwall aus mir herauslaufen. Endlose Sekunden stehe ich einfach so da. Und sie sehen mich an. Niemand sagt etwas.

"Setz dich einfach aufs Sofa und räkel dich ein wenig." sagt Michael. Seine Stimme klingt etwas zittrig. Er ist scharf auf mich. Und er will endlich mehr sehen. Genau wie ich endlich mehr zeigen möchte.

Ich stütze mich erst mit einem Knie auf das Sofa, zeige den Herren meinen Po. Meine Wade ist von dem Absatz schön angespannt. Dann beuge ich mich seitlich vor, dass meine Brüste sich vom Körper lösen und nach unten schaukeln. Irgendjemand stöhnt leise. Das gefällt mir.

So ermutigt lasse ich mich jetzt auf das Polster fallen. Ich drehe mich den Männern entgegen und lehne mich zurück. Meinen Kopf in den Nacken, aber zu der Herrenrunde gedreht. Meine Mähne hängt wild nach unten, meine Brüste nach oben gestreckt. Die steife Spitze ragt in die Luft. Meine Arme liegen lässig auf der Lehne. Ich öffne meine Schenkel ganz leicht. Ich bin sicher, dass meine Nässe jetzt gut für alle sichtbar ist.

"Bleib so." höre ich Michaels Anweisung. Und ich halte die Position. Ich öffne meinen Mund nur leicht. Meine Zunge spielt vorsichtig über die Lippen. Ich will ja nicht gleich den Lippenstift ruinieren. Ich sehe, dass Jan mich fixiert und kaum seinen Zeichenstift halten kann. Er zittert und kneift seine Beine zusammen, als wolle er etwas verbergen. Der Doktor starrt vor sich hin, als überlege er was er tun soll. Alle anderen wirken jetzt beinahe gelassen in ihre Zeichnungen vertieft. Fast bin ich enttäuscht. Ich hatte ein wenig mehr Reaktion erwartet, wo ich mich so ins Zeug lege.

Nach den üblichen Arbeitsminuten folgt eine kurze Pause. Ein Haushälter bringt Getränke für alle. Ich spüle meinen Anflug von Frust mit einem weiteren Prosecco herunter.

"Mona" Michael hockt plötzlich mit ernster Miene vor mir. "Es wirkt vielleicht etwas komisch auf dich, aber dies ist ein ernsthafter Kurs." Ich seufze innerlich bei seinen Worten. Ich bin unsicher, ob ich erleichtert oder enttäuscht sein soll. Ich trinke noch ein Glas leer. Er fährt fort: "Doktor Herb ist ein großer Künstler. Aber er ist in die Jahre gekommen. Er ist fast blind." Das erklärt seine merkwürdigen steifen Bewegungen, denke ich.

Michael nimmt meine Hände und drückt sie aufmunternd. "Ich weiß du bist da locker. Es ist so. Er möchte seine Modelle erfühlen. Er möchte sie mit den Fingern ertasten, damit er ein innerliches Bild bekommt. Verstehst du? Das ist doch okay für dich, oder?"

Ich habe das Gefühl seine Worte brauchen lange, bis sie in meinem Gehirn ankommen. Da träume ich heimlich von Studentenorgien. Und was passiert? Der Professor will mich höchst persönlich anlangen. Ist das okay für mich?

Bin ich so locker? Oder ist es der Prosecco? Plötzlich habe ich weiche Knie. Ich bin froh, dass ich immer noch liege. Ich fühle mich fast wie eine Diva. Alles dreht sich um mich. Und doch hab ich plötzlich das Gefühl ich verliere den Halt.

"Ja, okay" höre ich mich sagen. Ich muss beschwipst sein. Michael küsst meine Hände fast dankbar. Er atmet tief ein. Dann geht er zum Doktor und spricht leise mit ihm. Und gleich darauf sitzen alle wieder auf ihren Stühlen.

Doktor Herb steht auf, kommt zum Chaiselongue und kniet sich davor. Er beginnt damit mein Gesicht abzutasten, meine Augen, die Brauen, die Nase, den Mund. Wangen, Kinn, Hals, Haare. Er ist recht schnell damit. Als wäre er geübt darin Gesichter zu fühlen.

Nun sagt er mir ich solle mich drehen, dass ich quer auf dem Polster liege, leicht angelehnt. Ich tue ihm den Gefallen. Meine Beine stehen jetzt fast auf dem Boden. Er tastet meine Heels, fühlt jeden einzelnen meiner Zehen. Seine Augen sind dabei immer auf mein Gesicht gerichtet. So starr und leer. Seine Finger sind sanft und kühl auf meiner Haut. Ich spüre eine unglaubliche Spannung. Ich atme hastig, mein Bauch ist ganz flach. Ich muss meine Augen schließen.

Und ich versinke in seiner Berührung. Es ist wie eine kühle Brise, die von meiner Haut Besitz ergreift.

Immer höher wandern seine Finger, seine Hände. Sie streifen mich hier, berühren mich dort. Ich fühle Druck manchmal und Zärtlichkeit. Ich fühle jedes Haar auf meinen Beinen, wie einen Pelz. Schauer überrennen meinen gesamten Körper. Er nimmt jede Kontur wahr, jedes Fältchen, jedes Grübchen. Ich spüre, wie er aufatmet, wenn er etwas neues unvorhersehbares entdeckt. Es ist als könnte er meine Sommersprosse zählen. Und doch streichelt er nur. Nein, er malt. Er zeichnet mit einer Intensität, die ich noch nie vorher empfand.

Meine Hüfte, meine Taille, meinen Bauch. Jeden Millimeter streift er entlang. Meine Hände und Arme sucht er. Und schließlich meine Brüste. So sanft und zart umschließt er sie mit seiner Hand, wiegt sie, als müsste er das Gewicht ebenfalls erfassen. Er berührt meine Nippel. Und ich beiße mir auf die Lippen, um nicht aufzustöhnen. Ich habe das Gefühl wenn ich das tue, ist das Bild zerstört.

Je mehr er mich ertastet, umso mehr spüre ich meine Erregung. Mein Atem ist unregelmäßig und zittert.

Es ist absurd. Ich träume von Ekstase mit jungen Kerlen und gebe mich dem Alten auf so intime Art hin. Ich fühle mich ein wenig ausgetrickst. Und doch hat mir Michael immer wieder eine plausible Erklärung gegeben. Ich bin hin und hergerissen. Ich zweifele eine Sekunde. Dann wieder fühle ich die Unschuld in der Szene. Ich denke an das Geld, dass mir versprochen wurde. Fühle mich prostituiert. Und dann wieder ist da diese Gier in mir. Nach Abenteuer und Lust. Ich möchte schreien: Nimm mich endlich. Ich zerfließe in seinen Händen. Während die jungen Maler nur zusehen können.

Schon längst hat er von meinen Brüsten abgelassen. "Mona, könnten sie die Füsse auf das Polster aufstellen?" Diese unantastbare Frage macht mich wahnsinnig. Wie in Trance stelle ich meine Heels auf das Sofa. Meine Beine sind jetzt gespreizt. Ich höre, wie er einatmet. Er wird meine Lust riechen, denke ich. Und ich wage jetzt erst recht nicht mehr meine Augen zu öffnen. Was würde ich sehen? Gierige Blicke der Männer. Was tun sie? Zeichnen? Ich fühle mich plötzlich so nackt wie noch nie in meinem Leben.

Und seine Finger gleiten meine Schenkel hinauf. Er berührt meine Schamlippen mit den Fingerkuppen. Ich habe das Gefühl ich komme jeden Augenblick.

Seine Finger drücken jetzt die Lippen auseinander. Ich fühle die kühle Luft an meiner Spalte. Ich höre ihn jetzt laut atmen. Er muss meine Nässe fühlen. Ich muss auslaufen wie ein Bach. Und ich bin so angespannt, dass es mich jeden Moment zerreißt. Ich warte. Ich sehne mich nach der nächsten Berührung. Ich möchte ihm meine Hüfte entgegen drücken. Doch es passiert nichts. Er ist regungslos. Er verharrt in dieser Starre.

Und dann fühle ich ein Tippen, direkt auf meiner Klitoris. Dann wieder diese Leere. Ich stöhne jetzt.

Ich kann nicht still liegen. Ich drücke mich an seinen Finger. Dorthin, wo sein Finger sein muss. Doch da ist nichts. Ich stöhne wieder.

Er bewegt sich nicht. Er klopft nur sanft an. An die richtige Stelle. Und ich werde irre. Ich denke nicht mehr. Ich warte nur noch auf das Anstoßen. Ich fühle mich abhängig von einer kleinen Fingerkuppe. Und so geil. Ich komme jeden Augenblick. Ich weiß es.

Und dann spüre ich die letzen Sekunden vor dem Ausbruch. Wie sich alles versteift. Meine Zehen und Füsse, als bekäme ich gleich einen Krampf. Ich fühle das Zucken entstehen, irgendwo in meinem Körper. Und es wandert direkt bis in das Zentrum, welches von einer einzigen Fingerspitze überreizt wird. Ich komme schließlich heftig. Wimmere dabei. Stöhne. Mein Körper bäumt sich auf.

Inzwischen stehen alle dicht um das Liegesofa. Jeder der Männer kann meinen intimen Moment aus der Nähe sehen. Und jetzt fühle ich ihre Hände überall, sie streicheln mich, bis ich wieder zu Sinnen komme. Sogar Jan streichelt mich. Zaghaft nur. Ich sehe in die Augen von Doktor Herb. Sie sind noch immer trübe. Aber sie sind von kleinen Lachfältchen umrahmt. Ich sehe die Lust in den Blicken der anderen. Und wie sie sich ihre Lippen lecken.

"Pause" sagt Michael. Ich lasse mir von Michael das Bad zeigen. Er lässt mich nicht alleine, als ich mich frisch mache. Er beobachtet jede meiner Bewegungen.

"Das war toll, Mona. Danke." Ich fühle seinen bewundernden Augen auf mir und genieße diesen Moment. Unsere Blicke treffen sich im Spiegel.

"Du hast wirklich Talent als Akterotik- Model…" Schon wieder fängt er so komisch an. Er macht mir ein Kompliment, und dann kommt etwas unglaubliches. Und ich kann nicht mehr Nein sagen.

Er grinst mich wissend an, dann sagt er unverhohlen: "Ich denke wir machen jetzt eine Paarszene. Such dir deinen ersten Partner aus, mit dem du auf Tuchfühlung gehst."

Ich fühle mich beschwipst. Was hat er gesagt? Ehe ich nachfragen kann, ist er verschwunden.

--- ENDE ---

©2013 by oOobewareoOo

heiss - da bin ich schon auf die fortsetzung gespannt. klasse story

Klasse geschrieben, gibt es da auch eine Fortsetzung..?

ein Jahr später

Danke für die Komplimente.

Kannst Dich ja mal dran versuchen, suesse Goettin. Falls es nicht schon passierte.

19 Tage später
6 Monate später

Vielen Dank.

Fortsetzung? Es steht doch ENDE drunter. :

24 Tage später

Superfantasie aber bitttttttttttttttteeeeeeeeee eine Fortsetzung(trotz ENDE)

ein Jahr später

Ah. So will ich auch mal verwöhnt werden :-))

2 Monate später

Tolle Geschichte

4 Tage später

grossartig geschriebene story und spannend zum zerreissen - und fantasie anregend

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